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Feuerungsuntersuchungen des Vereins für Feuerungsbetrieb und Rauchbekämpfung in Hamburg

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"I. Zweck der Versuche und Gesichtspunkte für ihre Durchführung.

Die Veranlassung zu den Arbeiten, über welche nachstehend berichtet werden soll, ergab sich aus der Tätigkeit des Vereins für Feuerungsbetrieb und Rauchbekämpfung in Hamburg. Es zeigte sich, daß mit den für dessen Wirkungsgebiet hauptsächlich in Frage kommenden Brennstoffen - englische und westfälische Gaskohlen mit einem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen bis zu 35 v. H.; ausschl. Wasser - es mit dem gewöhnlichen Planrost schon im Flammrohrkessel außerordentlich schwer ist, rauchschwach zu arbeiten, falls gleichzeitig die Verbrennung mit möglichst geringem Luftüberschuß wirtschaftlich erfolgen soll. Anderseits wiesen sowohl die gelegentliche Untersuchung einzelner Einrichtungen mit selbsttätig regelbarer Sekundärluftzufuhr, als auch der häufig gemachte einfache Versuch, nach dem Bearbeiten der Feuer einen Spalt an der Feuertür so lange offen zu lassen, wie die Hauptgasentwicklung anhält, darauf hin, daß die zeitweise Zuführung von Sekundärluft beim gewöhnlichen Planrost, wenigstens im Flammrohrkessel sich als sehr wirksam zur Rauchverminderung, auch bei den gasreichsten Kohlen erweist und dabei doch die Möglichkeit gewährleistet, durchaus mäßigen Luftüberschuß, also gute Ausnutzung der Kohle zu erzielen, ohne auf die Vorzüge des Planrostes verzichten zu müssen. Man erkannte, daß bei letzterem für Handbeschickung im Falle der Verwendung obenerwähnter Brennstoffe die Herbeiführung vollkommener Verbrennung bei gleichzeitiger Einschränkung des durchschnittlichen Luftüberschusses auf ein geringstes Maß ohne zeitweise Sekundärluftzufuhr gar nicht zu erreichen ist. Da nun gerade hinsichtlich des Wertes dieser einfachsten Einrichtungen zur Verminderung der Rauchentwicklung, deren Einbau in der Regel sich ohne allzu hohe Kosten bewirken läßt, die Ansichten selbst in weiten Fachkreisen noch sehr geteilt sind, so beschloß der Verein, zu möglichst einwandfreier Klarstellung der diesbezüglichen Verhältnisse eingehende Versuche durchzuführen, um einen zuverlässigen Aufschluß zu erhalten

  1. über die Wirksamkeit der hierher gehörigen Einrichtungen in bezug auf die Verminderung der Rauchentwicklung und
  2. über ihren Einfluß auf die Ausnutzung des Brennstoffes.

In Verbindung damit sollten die Versuche gleichzeitig einen möglichst sicheren Einblick in die so viel umstrittene Frage des Zusammenhanges zwischen der Rauchentwicklung und der Ausnutzung der Brennstoffe überhaupt liefern, welche Frage für die Industrie naturgemäß von besonderer Bedeutung ist. Da ferner dem Gebiete der mechanischen Rostbeschickung, welche besonders für größere Betriebe in Frage kommen kann, seitens der Industrie neuerdings ein erhöhtes Interesse entgegengebracht wird, so erschien es dem Verein geboten, die Versuche auch hierauf auszudehnen. Die Behauptungen der Erfinder und Erbauer von Feuerungseinrichtungen über die mit deren Verwendung angeblich eintretende Steigerung der Ausnutzungsverhältnisse ..."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Rücken mit 2 Farbmarkerungen - Stempel auf dem Titel - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - teils leicht verstaubt - Deckeloberfläche mit 2 kleinen Kerben