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Ton in vielerlei Gestalt

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Eine Kulturgeschichte der Keramik

mit Widmung des Autors vom 17.3.1983 auf dem Schmutztitel

"Keramik wird nicht selten in engem Sinn als bemaltes und glasiertes Tongeschirr begriffen und so vom feineren Werk des Porzellans oder der Fayencen abgesetzt. Auf der anderen Seite schließt man gelegentlich den Ziegel aus der umfangreichen Gruppe jener Erzeugnisse aus, die alle durch die Eigenschaft verbunden sind, daß sie aus formbaren, sich im Feuer verfestigenden Erden bestehen und insgesamt die Bezeichnung Keramik verdienen.

Der Verfasser hat sich dieser großen Familie angenommen und ihre Entwicklung, aber auch ihre geschichtlich-kulturellen Bezüge dargelegt. Von den ältesten Hinterlassenschaften ausgehend, schildert er die Entfaltung jener Kenntnisse, die die Menschen im Umgang mit den Werkstoffen Ton und Lehm über Jahrtausende hinweg sammelten und deren frühe Stadien die Töpferinnen und Töpfer in einzelnen Gebieten Afrikas, Asiens und Amerikas bis heute praktizieren. Wichtige Techniken werden auf Grund von Beobachtungen beschrieben, die Ethnographen noch in unserem Jahrhundert anstellen konnten.

Die Darstellung orientiert weiter über das Know-how, das die Antike ins keramische Gewerbe einbrachte. Darüber hinaus gilt die Aufmerksamkeit den künstlerischen Leistungen, die die Meister jener Epoche beim Formen und bei der Auszier ihrer Schöpfungen vollbrachten.

Wie in der Folgezeit das Wissen des Ostens wirksam wurde, wird am Beispiel von Majolika und Porzellan vorgeführt. Dabei treten mannigfache Beziehungen zutage, die beide keramische Gattungen im Laufe ihrer Geschichte verbanden und ihre Gestaltung beeinflußten. Die Aufmerksamkeit gilt weiter dem Steinzeug, das in seinen Ursprüngen dem Porzellan nahesteht, und den großen Architekturleistungen, deren Grundlage der gebrannte Ziegel bildete.

Als jüngstes Genre behandelt der Verfasser das Steingut. Er informiert über den Zusammenhang seiner Entstehung mit Prozessen der industriellen Revolution,sein Verhältnis zu den älteren keramischen Geschwistern und den Wandel seines Dekors, der indirekt den Wechsel seines sozialen Stellenwerts anzeigt.

Im Konnex der Entwicklung dieser Arten vollzog sich die Ausbildung jener Ware, die oft vereinfachend als Bauerntöpferei bezeichnet wird. Sie entstand vorwiegend in Handwerksbetrieben und hat, trotz mannigfacher Konkurrenz, bis heute überdauert. Eine Betrachtung über ihr Fortleben sowie über die Wege und Möglichkeiten, die sich heute für die unterschiedlichen Gruppen der Keramik eröffnen, beschließt den Band."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag gering defekt, oben am Rücken kleine Fehlstelle, er war in den Ecken hinterklebt, von diesen Klebestreifen stammen die Fettflecken an den Ecken des Schutzumschlages, das Buch selbst ist tadellos