Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Das Amt Meinersen von 1532-1885

Dieser Artikel ist derzeit nicht lieferbar. Stöbern Sie einfach mal in unserem Buch-Angebot.
  • Autor:
  • Erstausgabe 1985
  • 312 Seiten mit einigen Bildern
  • Bindung / Material: Hardcover
  • Sprache: de

mit dem Erbregister von 1616

herausgegeben von der Gemeinde Meinersen

Druck: Voigt-Druck, Gifhorn

"Am 1. 4. 1985 jährt sich zum 100. Mal ein Tag, der in der Erinnerung der Bevölkerung von Meinersen heute weitgehend vergessen sein dürfte, nämlich der Tag der Auflösung des Amtes Meinersen und seiner Aufteilung an die neu gebildeten Kreise Gifhorn, Peine und Burgdorf. Dieses ,,Amt Meinersen" hatte mehr als 350 Jahre bestanden, genau gerechnet 353, wenn man die Geburtsstunde in das Jahr 1532 verlegt, was hier im folgenden noch näher zu belegen ist.

Übrig geblieben ist aus jenen Tagen nur sehr wenig: greifbar eigentlich nur die ,,Traditionsinsel" inmitten des Ortes Meinersen, womit jene wenigen Gebäude gemeint sind, die noch aus den Tagen des Amtes stammen und deren Verwendtbarkeit in den letzten Jahren einige Probleme aufgeworfen hat, So ist es wohl nicht abwegig, mehr von den vergangenen Tagen zu erfahren und von den Menschen, die damals lebten.

Zunächst stellt sich also die Frage, wie es zur Bildung dieses ,,Amtes" gekommen ist. Dazu müssen wir unsern Blick noch weiter rückwärts wenden: ins Mittelalter, in die Ritterzeit. Ritter gab es ja auch in Meinersen, Ihre Burg stand ostwärts der Oker auf dem ,,Weinberg“. — Mit dem Wort ,,Ritter" verbinden wir etwas Hohes, Edles, was uns aus den Minnegesängen eines Walther von der Vogelweide heute noch anrührt. Die Masse der Ritter — vor allem im ausgehenden Mittelalter — war den feinen Künsten weniger zugetan und beschäftigte sich mehr mit dem Kriegshandwerk. Zu ihrer besonderen Wertschätzung waren sie von früh an in der deutschen Geschichte emporgestiegen, als sie sich zu den unentbehrlichen Helfern der Mächtigen des Landes gemacht hatten, der Könige und Fürsten. Für diese Dienste wurden sie vom König mit dem belohnt, was jener in großer Menge besaß: nämlich mit der Zuteilung von Land. Alles Land war Königsland, und er gab es ihnen auch nur als ,,Lehen". Der König — später auch sein Stellvertreter in den einzelnen Landesteilen — der Herzog, konnte solch ein ,,Lehen" wieder einziehen und es einem anderen geben. Das geschah aber sehr selten, und bald betrachteten die Ritter ihre Burg und den großen Landbesitz ringsum als ihr Eigentum, welches sie zudem stetig bemüht waren zu vergrößern, Nur wenn einmal eine Familie ausstarb und auch kein Verwandter irgendwelche Erbansprüche stellen konnte, zog der Fürst dieses ,,erledigte Lehen" eir.

Aufgabe des Ritters war es nun, jederzeit mit einem eigenen Pferd und seinen Waffen dem Fürsten Kriegsdienste zu leisten. Wenn — was selten geschah — einmal Frieden herrschte, übte der Ritter sein Handwerk in Turnieren, trug gelegentlich auch mit seinem Nachbarn private Fehden aus oder ging zur Jagd. Die Bewirtschaftung seiner Ländereien, die Aufsicht über die ihm hörigen Bauern und der vielen Bediensteten auf seiner Burg übertrug er einem Burgvogt. Natürlich zog er nicht allein in den Krieg, vielmehr mußte er — entsprechend der Größe seines Besitzes — auf seiner Burg weitere ritterliche Leute verköstigen und unter Waffen halten: Burgmänner und Pagen aus der eigenen Familie, aus der Verwandtschaft und aus anderen edlen Geschlechtern, Sie alle gehörten der Kaste der ,,Nobiles“ (Edlen) oder ,,Armigers" (Waffenträger) an. ,,Ritter“ wurde man erst entsprechend den vorzeigbaren Heldentaten im Kriege durch den Ritterschlag des Fürsten.

Auf der Burg standen den Vögten eine Reihe von Bediensteten zur Verfügung, nachgeborenen Söhnen und Töchtern, die auf den Höfen der hörigen Bauern übergeblieben waren und nun als Handwerker, Knechte und Mägde ihren Dienst auf der Burg verrichteten ..."

  • Die Vorgeschichte
  • Die Stellung der Landwirtschaft zu Beginn der Neuzeit
  • Die 46 Ortschaften des Amtes Meinersen im 17. Jahrhundert vor und nach dem 30jährigen Kriege
  • Die Dörfer der Hausvogtei Meinersen
    • Ahnsen
    • Warmse
    • u. a.
  • Die Ortschaften der Gogrefschaft Edemissen
    • Edesse und Dedenhausen
    • Eltze
    • Ohof
    • Wehnsen
    • Ahlemissen
    • u. a.
  • Vogtei Uetze
    • Arpke
    • Dollbergen
    • Schwüblingen
    • Röddenserbusch
    • u. a.
  • Die Verwaltung des Amtes Meinersen
  • Die Hausvogtei Meinersen
  • Die Vogtei Uetze
  • Die Gografschaft Edemissen
  • Anhang

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - war noch eingeschweißt, mußte ich öffnen, um an Informationen zu kommen, da im Internet nichts Verwertbares zu finden war