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Tausend Jahre Stadt und Kirche Zeitz

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Eine Gabe an die Gemeinden zur Jahrtausendfeier
ca. A4

"Die vorliegende Arbeit ist ein Gang durch die Zeit, und zwar in sehr unterschiedlichem Rhythmus. Wer in der Heimatgeschichte bewandert ist, mag sich über das Fehlende wundern; wer von ihr noch nicht viel weiß, überliest vielleicht manches, weil es ihm zu ausführlich erscheint. Tausend Jahre lassen sich nicht vollkommen darstellen. Es kann allenfalls einiges erzählt werden, was geschehen ist, aber das meiste muß ungenannt bleiben; denn ,,ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts" (Gottfried Keller). Es sollte und konnte nicht alles erzählt werden. Vielleicht aber ist es gelungen, einige Perlen ans Licht zu bringen.

Damit wir uns gleich verstehen: Es soll in diesem Büchlein nicht die ganze Heimatgeschichte, sondern nur ein Teil, ihre Kirchengeschichte, erzählt werden ...

Die Zeit der Bischöfe

Die Anfänge

,,Die Gegend des Landes, darinen das vordessen Zeitzische, nunmehr Naumburgische, Stift aufgerichtet, und auch lieget, ist ein Stück des Meißner Landes, so ein vornehmes Teil des Deutzschlandes ist, gegen Mittag vom böhmischen Gebirge, weiland Sudetes genannt, gegen Morgen von der Elbe, gegen Abend von der Saala, beyden benahmten Flüßen beschloßen, Mitternachtswärts aber an Sachsen gränzend. In welchem Meißner Lande vordeßen die Gegend zwischen der Saala und Mulde insonderheit das Ost- oder Osterland; die Gegend aber zwischen der Elster und Mulde absonderlich das Pleißner Land genennet worden. Der Ursprung dieser Namen wird abzunehmen seyn aus nachfolgender erzählung, da von denen alten Einwohnern dieser Landesgegend soll gemeldet werden.

Und zwar haben auch noch vor Christi geburt hierumb gewohnet die Hermunduri, so wie sie in römischen Schriften genennet werden, welche ein altes Teutzsches und zwar Schwäbisches Volk gewesen, sollen Ihren Namen haben von Hermion oder Herr Mann, einen Teutzschen Regenten, daß also Hermunduri so viel hieße als Herr Männer, oder wie es etwann vor alters ausgesprochen, Herrmänder, das ist, dapfer Männer die sich in Herzügen nach dem Exempel ihres Leherrens oder Regentens Herrmans wohl verhalten haben . . .

Und weil anfangs die Duringer auf beyden seiten der Saala gewohnet, sind die, so diesseits der Saala gesessen, die Ost- oder osterländer genennet worden, weil sie gegen Ostoder Morgen wohneten, in gegenhaltung derer, welche jenseits der Saala gegen West oder Abend wohneten . . .

Die Einwohner dieses Landes sind weiland heidnische Völker gewesen ..." 

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag gering defekt