Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Fuhrer durch Aquincum (Budapest) - Ausgrabungen und Funde

Dieser Artikel ist derzeit nicht lieferbar. Stöbern Sie einfach mal in unserem Buch-Angebot.

Aquincum - Ausgrabungen und Funde
Führer mit einer topographischen und geschichtlichen Einleitung

herausgegeben von der Hauptstadt Budapest
Druck im Franklin-Verein Budapest

Führer durch die römischen Ausgrabungen auf dem Pfarracker (Papföld) bei Altofen (Óbuda), (Stadteil von Budapest)

"ZUR TOPOGRAPHIE UND GESCHICHTE AQUINCUMS

Die Römer hatten schon im 1. Jahrhdt n. Chr. Transdanubien, das ganze Gebiet rechts der Donau besetzt und nannten die Provinz nach den Pannoniern, die sie im Gebiet der Save zuerst unterworfen hatten, Pannonien. Kaiser Trajan (97-117) teilte Pannonien zu Beginn des II. Jahrhundertes in zwei Teile ; der schmälere, östliche, ungefähr diesseits von Esztergom, war Unterpannonien (Pannonia inferior) mit der Hauptstadt Aquincum. Noch später teilte Diocletian (284-305) die Provinzen wieder auf und sein Mitregent Galerius (293-311) nannte den nördlichen Teil von Unterpannonien, wo Aquincum lag, nach seiner Frau Valeria.

Auch Aquincum, ebenso wie andere Orte längs der Grenze, verdankte seine Bedeutung dem Umstande, dass es unmittelbar am rechten Donauufer lag und dass auf dem anderen, linken Ufer schon die Barbaren wohnten, gegen Norden die Quaden und südlich von diesen, zwischen Donau und Theiss, die Sarmato-Jazygen, gegen deren Einfälle die Grenze, welche somit von der Donau gebildet wurde, geschützt werden musste, so wie das überall dort geschah, wo sich der sogenannte römische Limes erstreckte. Daher entstand bei uns, auf dem rechten Donauufer - längs der Römerstrasse - eine lange Reihe von Kastellen, deren militärische Besatzung die Aufgabe hatte, die Grenze zu verteidigen. In den meisten Orten lagen Hilfstruppen zweiten Ranges und so war wohl auch Aquincum ursprünglich nur Garnison einzelner Reiterabteilungen ..."

"Aquincum: röm. Lager im heutigen Stadtgebiet von Budapest, urspr. eravisk. Siedlung, wurde 106 u. Z. Sitz der 2. Legion und Hauptstadt von Pannonia inferior. Um das Lager bildete sich die Militärstadt Aquincum, daneben das Munizipium Aquincum, die Zivilstadt, von der große Teile erhalten sind. Aquincum wurde während der Markomannenkriege zerstört. Der Wiederaufbau erfuhr durch Kaiser Septimius Severus besondere Förderung; die Militärstadt wurde zur Kolonie erhoben. Um 400 wurde das Militär von Aquincum nach Gallien verlegt und die Stadt den Hunnen überlassen. Seit 1854 fanden systematische Grabungen statt (1947 wiederaufgenommen), in deren Verlauf das Munizipium mit umfangreichen Resten von öffentlichen (Bäder, Mithras-Heiligtümer) und privaten Gebäuden mit Malereien, Mosaiken und Erzeugnissen des Handwerks (u. a. die berühmte Orgel), der sog. Statthalterpalast, Reste der Militärstadt sowie die beiden Amphitheater freigelegt wurden. Die Einzelfunde beherbergt heute das Museum im Bereich des Terrains der Zivilstadt." (Sl - Lexikon der Antike - Bibliograph. Institut 1987)

Erhaltungszustand

noch guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - beide Deckel und Seiten teils leicht eselsohrig - Rücken oben und unten minimal defekt - Deckel senkrecht etwas angeknickt - auf den ersten 30 Seiten einige rote An- und Unterstreichungen - Seiten sauber und ordentlich