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Der Weg nach Lhasa - Bilder aus Tibet

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  • Verlag: Artia, Prag
  • Autoren: ,
  • Erstausgabe 1956
  • Bildband mit 223 Bildern und 55 Seiten Text, teils farbig
  • Bindung / Material: Leinen mit Schutzumschlag
  • Sprache: de

"Es gibt Orte, bei deren bloßen Nennung phantastische Vorstellungen in uns wach werden - sie locken durch den Reiz des Unbekannten. Zu diesen Orten gehört zweifellos Tibet, das Land, das auf alien Karten im dunkelsten Braun der höchsten Berge der Welt eingezeichnet ist, das Land, das trotz allerstrengster Zutrittsverbote seit jeher das Ziel der Kühnen und Entschlossenen war ...

Die undurchdringlichsten Dschungel, die ödesten Gegenden beider Pole, die tief unter der Erde verborgenen tausendjährigen Geheimnisse - sie alle waren vertrauter und bekannter als dieses Reich der Bergriesen, Seen und ewigen Stürme. Grausam und abweisend zeigte sich Tibet vielen Forschungsreisenden. Anderen wieder wurde es zum malerischen Land der Verheißung. Wie war also Tibet wirklich?

Die ersten, oft unter Einsatz des Lebens aufgezeichneten Karten wiesen noch viele weiße Flecke auf, und die ältesten Reisebeschreibungen schilderten den "Westlichen Himmel" in romantischen Andeutungen. Es gab nur wenige Augenzeugen und glaubwürdige Berichte. Auch die besten Studien und Zeichnungen lüfteten nur zum Teil den geheimnisvollen Schleier, der das Leben der Nomaden, der Mönche und Kirchenfürsten verhüllte. Es schien, als ob all die stürmischen Zeitläufe und Ereignisse, die über Europa und Asien dahinfegten, an den unerschütterlichen tibetischen Bergmassiven barsten und zerschellten. Das Das Land lebte weiter wie in unantastbarer Verwünschung. Und doch ging ein mächtig anziehender Zauber von ihm aus - neue, unglaubliche Berichte und Legenden sickerten von Zeit zu Zeit durch.

Die Bilder jener, die aller Unbill zum Trotz manche Gebiete Tibets durchwandert und in Farben festgehalten hatten, Tagebücher einiger Forschungsreisender, denen es gelungen war, bis in die heilige Stadt Lhasa vorzudringen, wurden von den ersten Photographien, den ersten Filmaufnahmen abgelöst.

Das neue Jahrhundert brachte neue Erkenntnisse. Die Entwicklung der übrigen Welt begann auch Tibet zu berühren.

"Der Weg nach Lhasa" ist ein Buch aus der neuesten Periode der historischen Wandlungen, die dieses Land durchmachte, Es ist nicht nur eine Reisebeschreibung zweier tschechoslowakischer Autoren, Vladimir Sis und Josef Vanis, die noch im Jahre 1955 in der Hauptstadt Lhasa weilten, sondern es hält auch zugleich den Bau der neuen Hochgebirgsstraße fest, die Tibet mit dem Inneren Chinas verbindet.

Die beiden jungen Autoren des Buches sind beim Film tätig und haben gemeinsam mit ihren chinesischen Berufskollegen an den Aufnahmearbeiten in Tibet teilgenommen. So lernten sie auf ihrer Expedition viele Besonderheiten des Landes kennen. Sie begegneten tibetischen Hirten, besuchten geheimnisvolle Klöster, schlossen Freundschaft mit Karawanenführern. In dünner Luft, mehrere Tausend Meter über dem Meeresspiegel schlugen sie ihre Zelte auf, durchdrangen dichte Urwälder, standen an den Ufern geheiligter Flüsse und Seen. Sie begleiteten den XIV. Dalai-Lama und sein Gefolge auf der Fahrt von den Ufern des Mekong in das Innere des Landes. In einem Boot aus Yakfellen gelangten sie nach Lhasa und wurden als einzige Europäer Zeugen der Einfahrt der ersten Automobile in diese Stadt.

Sie besuchten die berühmtesten Tempel. und Klöster des Landes, wo sie mit Hilfe des Blitzlichts nie vorher veröffentlichte altertümliche Kunstwerke photographierten, die tief im Dunkel verborgen sind. Bei ihren Besuchen im Palast des Dalai-Lama,. Potala-gun, entdeckten sie eine Reihe unbekannter Dokumente. Sie sahen auf dem Dach des Palastes die Pavilions der "Goldenen Stadt" und durchwanderten die paradiesischen Gärten des Sommersitzes Norbu Ling-ka.

Allen jenen, die bereits über Tibet gehört oder gelesen haben, bringen Vladimir Sis und Josef Vanis neue Belege von den Schönheiten dieses Landes, das zu Unrecht für öde und ungastlich gehalten wurde. Ihre Photographien zeigen das Leben in den Dörfern und Siedlungen, den Liebreiz der Täler und die Majestät der Bergriesen; niegesehene Bauwerke, alte Bräuche, Denkmäler der Volkskunst, unbekannte Naturschätze wechseln miteinander ab und bieten einen realistischen und doch ungewohnten Anblick.

Der Reiz ferner Länder, unendlicher luftiger Weiten, lauterer und erhebender Schlichtheit - das ist die Stimmung des Buches "Der Weg nach Lhasa"."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren (noch im Originalpappschuber) - Schutzumschlag und Schuber teils gering defekt