Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Bauten, Denkmäler und Stiftungen deutscher Eisenhüttenleute

Dieser Artikel ist derzeit nicht lieferbar. Stöbern Sie einfach mal in unserem Buch-Angebot.
weitere Bilder:

im Auftrage des Vereins deutscher Eisenhüttenleute verfaßt
ca. 24 x 28 cm

"Im Mittelpunkt dieses Bildbandes steht der deutsche Eisenhüttenmann. Wir suchen ihn auf in den Landschaften, wo Erz gegraben und Eisen gewonnen wurde, vom Mittelalter an, so tief unsere Quellen und Zeugnisse in die Vergangenheit hinabreichen, bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Den eisenschaffenden Menschen vor allem wollen wir sichtbar machen — aus gutem Grunde. Allzulange hat die Forschung und historische Betrachtung auf dem Gebiet des Eisenhüttenwesens — und das gleiche gilt für den Bergbau — sich so gut wie ausschließlich um die Technik und die Organisation der Arbeit gekümmert. Nicht, daß es an Untersuchungen über die soziologischen Probleme im mittelalterlichen Erzbergbau fehlte — wobei übrigens bezeichnend ist, daß die wertvolleren, mit umfassendem Blick geschriebenen Arbeiten nicht aus zünftigen Kreisen, sondern von Wirtschafts- und Sozialhistorikern stammen —, aber der beherrschende Gesichtspunkt in ihnen ist stets der Produktionsprozeß: Wir wissen mancherlei — wenn auch bei weitem nicht genug — über dasVerhältnis zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Unternehmern, Aufsichtspersonen und Arbeitern, über Betriebsformen und Absatzorganisationen, über die Rolle der öffentlichen Gewalten im Bergbau und Hüttenwesen. Wir wollen mehr: Auch in die private Sphäre des deutschen Eisenhüttenmannes im Laufe der Jahrhunderte möchten wir einen Einblick gewinnen. Wir möchten wissen, woher er kam, wie er aussah, wie er sich kleidete, welchen Rang er innerhalb der reich gegliederten Gesellschaftsordnung einnahm. Und nicht nur der Mann selbst, der Eisen schuf oder verarbeitete, interessiert uns; wir sprächen besser von der Eisenhüttenfamilie, in dem weiten Sinn, den das Wort Familie im Mittelalter umschloß und der bei Martin Luther noch volle Gültigkeit besitzt, wenn er erklärt, was unter des Nächsten Haus zu verstehen sei: Es gehören dazu seine Angehörigen, Kinder und Kindeskinder, Gesinde, Feld und Vieh, getreue Nachbarn — kurz seine ganze Umwelt. Und damit stellt sich auch die Frage nach der inneren Haltung des Eisenhüttenmannes, nach seinem Glauben, nach seiner Tätigkeit im öffentlichen Leben, außerhalb des vom Beruf bestimmten Umkreises. Warum stiftete er Spitäler und Altersheime, Kreuze und Kirchen?

Hiermit ist umschrieben, daß dieser Bildband ,,Bauten, Denkmäler und Stiftungen deutscher Eisenhüttenleute” in eine Welt einführen soll, die noch in weiten Bezirken der Erforschung harrt. Gewiß sind manche der gezeigten Porträts und Bauten in der Welt der Kunst nicht unbekannt. Aber wer wußte schon — von wenigen Fachleuten abgesehen —, daß sie mit dem Eisenhüttenwesen aufs engste verknüpft sind? ..."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag gering defekt