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Neue Werkkunst 1929: der Architekt Curt am Ende aus Chemnitz

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aus der Reihe: Neue Werkkunst
12 Seiten Einführung von Richard Möbius und 51 Bildtafeln sowie 45 Seiten regionale Geschäftsanzeigen von Handwerk und Bauwesen (die mit dem Architekten zusammenarbeiteten)

"Wer die Bauten der früheren Zeit im Erzgebirge sieht, die Häuser in Gornsdorf, Dittersdorf, Auerbach, Wiltzsch, Ehrenfriedersdorf, auch in Hormersdorf und anderswo, findet sofort einen äußeren und inneren Zusammenhang der dort geschichtlich tierausgebildeten, durch Jahrhunderte legitimierten Bauweise mit dem persönlich wirkenden, auf Zweckmäßigkeit und Gefälligkeit gerichteten Bauwillen. Die Wechselbeziehung von Bauherr und Baumeister gestaltete sich infolgedessen denkbar glücklichst, will sagen, jede Partei erreichte im Gemeinsamen des Baus den Standard der Wünsche und Absichten. Bei den folgenden Bauten, die vorwiegend Bestandteil einer planlos vergrößerten Stadt geworden sind, suchte der Architekt weniger den Anschluß an eine, wenn auch partiell bestehende Tradition, deren Elemente tragfähig gewesen wären, sondern den Zusammenschluß aller irgendwie brauchbaren Gestaltungsmöglichkeiten, die eines Tages Stilbildung ergeben mußten. Welche Resultate diese künstlerische Organisation gezeitigt hat, tun die Bilder des Baublocks Bernsdorf, des Gemeindehauses Gablenz, der Krankenkasse und des Geschäftshauses am Falkeplatz in Chemnitz dar.

Mit der Turnhalle für Ehrenfriedersdorf begannen für den Architekten Curt am Ende die Bemühungen um einen besonderen Typ des Schulgebäudes, dessen Grundformen aus langer Erfahrung und Bewährung im Erzgebirge sakrosankt geworden waren. Es ist dem Architekten später bei der Planung und Ausführung der Schulneubauten in Zwickau, Leukersdorf, Lippersdorf und Auerbach i. E. von Fall zu Fall überzeugend gelungen, das Alte und das Neue zweckmäßig zu binden und in persönlich gehaltener Weise produktiv zu machen. Was man mit dem heruntergekommenen, viel mißbrauchten Wort Schönheit bezeichnen möchte, das tritt als eine Wirkung glücklicher Umstände, die des Architekten ursprüngliches, natürliches und wesentliches Verdienst sind, unaufdringlich hinzu. Es läßt sich nichts Besseres von dieser Schönheit sagen, als daß sie unaufdringlichen Charakters ist, daß sie selbstverständlich, fast mühelos und ungewollt erreicht erscheint ..."

  • Erholungsheim Wolfener Mühle
  • Beamtenhaus W. & Co. & Dreifamilienhaus, Gornsdorf / Erzgebirge
  • Einfamilienhaus Dittersdorf / E.
  • Wohnhaus M., Wiltzsch bei Gelenau
  • Gutshof A. R. W., Auerbach / E.
  • Einfamilienhaus M.W., Auerbach / E.
  • Siedlung "Frischborn" Chemnitz-Borna
  • Turnhalle Ehrenfriedersdorf / E.
  • Landwirtschaftliche Schule Zwickau
  • Strumpffabrik N., Gornsdorf / E.
  • Geschäftshaus Ludwig Blucke AG in Chemnitz
  • Baublock Wissmannshof in Chemnitz
  • u. v. a.

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einband teils leicht verschmutzt - Einbandecken gering abgenutzt - Seiten teils mehr oder weniger stockfleckig, aber überwiegend sauber und ordentlich - eine Seite rechts 1 cm eingerissen - einige Geschäftsanzeigen mit Bleistift markiert