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Über das wärmetechnische Verhalten des Sulfitzellstoff-Kochprozesses

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Sonderabdruck aus dem "Wochenblatt für Papierfabrikation", Jahrgang 1924/25

"Das wärmetechnische Verhalten des Sulfitzellstoff-Kochprozesses ist mehrfach der Gegenstand von Erörterungen gewesen. Uns allen sind die eingehenden Ausführungen von J. v. Lassberg bekannt (1916). Sie sind die erste zusammenhängende kritische und wissenschaftliche Betrachtung der hierher gehörigen Fragen. Viel ist durch jene Arbeit geklärt worden, manches war bei dem damaligen Stande unserer Kenntnisse nicht möglich eingehender zu beantworten.

Im folgenden soll versucht werden, das Thema neuerlich zu besprechen unter Benutzung von inzwischen gewonnenen Erkenntnissen. Ein eingehendes Studium des wärmetechnischen Verhaltens des Kochprozesses muß in der Tat jeden überzeugen, daß einigermaßen verläßliche Zahlen nur dann gewonnen werden können, wenn es möglich ist, auch auf andere Fragen, wie die nach der aus dem Holz beim Kochen erhältlichen Roh- und Reinausbeute an Zellstoff, die nach seinem spez. Gewicht, seiner spez. Wärme, seinem Aufsaugevermögen gegenüber Flüssigkeiten und nach anderem mehr, wenigstens einigermaßen befriedigende Antworten zu geben.

Da über einige dieser Dinge nichts und über andere nur wenig bekannt geworden ist, waren neue oder neuerliche Versuche zu ihrer Aufklärung erforderlich. Wenn deren Ergebnisse hier mit angeführt werden, dürfte dies kaum ohne Interesse sein, und bei ihrer Notwendigkeit schwerlich als eine Ueberschreitung des Rahmens der Abhandlung betrachtet werden können.

Das hier Dargestellte soll zunächst ermöglichen, theoretische Berechnungen über den Wärmeverbrauch der Kochung besser als es bisher möglich war, durchzuführen und damit auch gestatten, ausgeführte Dampfmessungen zu kontrollieren. Dann soll gezeigt werden, in welchem Ausmaße gemäß verschiedenen Vorkehrungen und zufolge gemachten Vorschlägen eine Verbesserung der Wärmeökonomie des Kochprozesses erreicht werden kann.

Da die Arbeit vor allem für die Praxis bestimmt ist, wurde so weit als angängig eine graphische Darstellung der Verhältnisse gewählt. Verschiedentlich war es dieserhalb notwendig, gewisse Vereinfachungen zu treffen. Da hierauf zumeist hingewiesen wurde, ist die Möglichkeit gegeben, für selbst durchzuführende Berechnungen diesem Umstand von Fall zu Fall Rechnung tragen, zu können. Nicht unerwähnt sei endlich, daß man von den durchgehends mit dem Rechenschieber gerechneten Zahlenbeispielen nicht mehr als praktische Genauigkeit verlangen darf ..."

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einband verschmutzt - Stempel und Nummer auf dem Titel - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - 2-3 kleine Eselsohren - eine Seite mit Schmutzfleck an der unteren Ecke