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Die Systematik der Hefen

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  • Verlag: Akademie, Berlin
  • Autor:
  • Erstausgabe 1960
  • ca. 360 Seiten mit 80 Bildtafeln, 11 Textbildern und 5 Tabellen
  • Bindung / Material: Leinen
  • Sprache: de

übersetzt, bearbeitet und herausgegeben von Dr. R. Dickscheit - Institut für Mikrobiologie der Humboldt-Uni Berlin
deutsche Erstausgabe

"In den letzten Jahrzehnten hat sich die Mikrobiologie stürmisch entwickelt. Zum Leidwesen eines jeden Mikrobiologen konnte aber die Systematik keineswegs mit dieser Entwicklung Schritt halten. Immer wieder muß festgestellt werden, wie unbefriedigend und willkürlich die bisher veröffentlichten systematischen Werke sind, wie wenig sie die vielfältigen Erkenntnisse berücksichtigen und wie ungenügend die Auskunft ist, die der forschende Mikrobiologe über einen Organismus durch diese Handbücher erhält.

Besonders wird der Forscher auf dem Gebiet der technischen Mikrobiologie von diesem Umstand betroffen. Die unaufhaltsam fortschreitende technische Entwicklung fordert gebieterisch, die Leistung der Mikroorganismen bei den verschiedensten Prozessen durch unterschiedlichste Methoden zu erhöhen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, auch die verwandten Arten des sogenannten "Standardorganismus" zu untersuchen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Aber wie unendlich schwer ist es, mit Hilfe der bisher in der Mikrobiologie gebräuchlichen systematischen Handbücher zu entscheiden, welche Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Organismen einer Gattung oder gar Vertretern verschiedener Gattungen bestehen. Jeder Mikrobiologe, der mit diesen Problemen zu tun hatte, wird sich gezwungenermaßen die Frage vorgelegt haben, sind diese erwähnten systematischen Handbücher als solche zu bewerten, oder muß man sie als diagnostische Anleitungen m einer systematischen Einteilung betrachten. Werden hier überhaupt phylogenetische Gesichtspunkte berücksichtigt, oder hat man eine Anzahl willkürlich ausgewählter Merkmale zusammengefaßt, um die Organismen nach eigenem Gutdünken zu katalogisieren ? Im allgemeinen bleiben diese Fragen offen.

Es ist ein unbestreitbares Verdienst W. I. KUDRJAWZEWS, daß er sich damit nicht abgefunden hat, sondern neue Wege suchte, um einen Teil der Mikroorganismen, die Hefen, nach phylogenetischen Gesichtspunkten zu ordnen und dabei gleichzeitig dem Forscher ökologisches und physiologisches Rüstzeug für seine weitere Arbeit in die Hand zu geben. Wenn auch in dem vorliegenden Werk nicht die gesamte Hefeflora bearbeitet wurde, so enthält doch der sehr ausführliche theoretische 1. Teil und auch der 2. spezielle Teil so viel Material, daß ohne weiteres auf dieser Grundlage weitergearbeitet werden kann. Meines Erachtens ist es aber noch viel wichtiger, daß mit diesem Werk der Anstoß für eine eingehende Diskussion über die Prinzipien einer phylogenetischen Systematik der Hefeorganismen gegeben wurde ..."

Bakterien, Bakteriologie, Hefe

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Rücken mit Resten eines Aufklebers - Stempel im Vorsatz

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