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Der Großschiffahrtweg Berlin-Stettin (Wasserstraße Berlin-Hohensaaten)

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ca. 21 x 33 cm (Faltplan aufgefalten ca. 60 x 32,5 cm)

"Die Herstellung des Großschiffahrtweges Berlin-Stettin, im besonderen der Wasserstraße Berlin-Hohensaaten, bedeutet den Ausbau der schon vorhandenen Havel-Oder-Wasserstraße (Finow-Kanal) für 600 t-Kähne.

Die ältesten Teile des Finow-Kanals wurden bereits im Jahre 1605 unter der Regierung des Kurfürsten Joachim Friedrich in Angriff genommen. 1620 war die Verbindung von der Havel bis Eberswalde mit 11 Schleusen betriebsfähig. Im 30 jährigen Kriege verfielen die Bauanlagen größtenteils. Erst unter Friedrich dem Großen wurde der Finow-Kanal 1744-1751 mit 16 Schleusen wiederhergestellt. 1767 kam zu diesen noch die Lieper Schleuse. Für den Verkehr nach der Oder ist noch die Hohensaatener Schleuse und für den nach Berlin die Plötzenseer Schleuse oder in der Richtung über Spandau die Spandauer und die Charlottenburger Schleuse zu durchfahren.

Die Leistungsfähigkeit des Finow-Kanales ist durch Begradigung und Vertiefung der Wasserstraße im Laufe der Jahre erheblich gesteigert worden. Die vielen Schleusen blieben aber ein dauerndes Hindernis. Verschiedene Entwürfe für die Verbesserung durch Erweiterung des Querschnittes, Zusammenlegen von Schleusen und Herstellung neuer Durchstiche zur Umgehung eng eingebauter, nicht erweiterungsfähiger Strecken führten im Vergleich zu den hohen Kosten zu keinem befriedigenden Ergebnis. Darum entschloß man sich zum Bau eines vollständig neuen Kanals.

Die neue Wasserstraße hat eine Länge von rd. 100 km. Sie beginnt in Plötzensee bei Berlin (N. N. + 31,30) und folgt zunächst der Linie des Spandauer Schiffahrtkanales, dann der Stromhavel bis zum Lehnitz-See oder von Spandau aus nur der Stromhavel bis zum Lehnitz-See. Dort wird durch die Lehnitz-Schleuse mit 5,8 m Hebung der Uebergang zu der rund 50 km langen Scheitelhaltung (N. N. + 37,10) vermittelt. Die Scheitelhaltung benutzt auf etwa 6,5 km Länge den vorhandenen Malzer-Kanal, der unter Einbau von Begradigungen und Durchstichen auf 38 m Wasserspiegelbreite erweitert wird. Bei Zerpenschleuse kreuzt die Linie des neuen Kanales den Finow-Kanal und zieht sich dann nördlich an diesem Kanal entlang, bis bei Niederfinow das ...

Die Fertigstellung des Großschiffahrtweges wird im Jahre 1912 erfolgen. Die Gesamtbaukosten für die Herstellung des Großschiffahrtweges Berlin-Stettin (Wasserstraße Berlin-Hohensaaten) sind in Höhe von 43,0 Millionen Mark durch das Gesetz, betreffend die Herstellung und den Ausbau von Wasserstraßen vom 1. April 1905 bewilligt. Unter Berücksichtigung von 500 000 Mark für den Wert staatseigener Grundstücke, die in obiger Summe nicht enthalten sind, sind die Kosten für 1 km Kanal zu rund 435 000 Mark veranschlagt."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Umschlag teils etwas verschmutzt, verfärbt, oben mit schmalem Wasserstreifen und eselsohrig - Seiten und Tafel sauber und ordentlich - Seiten teils leicht eselsohrig - leichter Klammerrost