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Johan Gadolin 1760-1852 in memoriam

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Wissenschaftliche Abhandlungen Johan Gadolins in Auswahl

Im Auftrage der Finnländischen Societät der Wissenschaften herausgegeben

  • Einleitung
  • Leben und Wirken
  • Wissenschaftliche Tätigkeit
  • Vorlesungen
  • Aus dem wissenschaftlichen Briefwechsel Johan Gadolins
  • Verzeichnis der wissenschaftlichen Schriften und Abhandlungen Johan Gadolins
  • Wissenschaftliche Abhandlungen, in Auswahl
  • Zeitgenossen Joh. Gadolins, die in diesem Werke erwähnt sind

"Johan Gadolin (* 5. Juni 1760 in Åbo (finn. Turku); † 15. August 1852 in Virmo (finn. Mynämäki) war ein finnischer Chemiker. Gadolin entdeckte im Jahre 1794 das erste chemische Element aus der Gruppe der Selten-Erd-Metalle, das Yttrium im Mineral Ytterbit und war einer der ersten Verfechter von Lavoisiers Verbrennungstheorie in Skandinavien ...

Sein Bestreben nach weiteren Erkenntnissen verfolgte Gadolin in der neuen Aufgabe an der Königlichen Akademie von Åbo durch eine fast zweijährige Studienreise in Europa. Sie begann 1786 und führte über Dänemark, Deutschland, Holland und England. Zu seinen wichtigsten Stationen gehörten Lüneburg, Helmstedt, das Bergbaugebiet im Harz, Göttingen, Amsterdam, London und Dublin. Während dieser Reise wurden für ihn wertvolle Erfahrungen und vor allem Informationen über die neue chemische Nomenklatur gewonnen. Eine besonders lang nachwirkende Beziehung entstand zu dem Göttinger Chemiker und Bergrat Lorenz von Crell. In London beschäftigte er sich mit analytischen Untersuchungen an Eisenerzen und publizierte hierzu seine Erkenntnisse. Dabei äußerte Gadolin erste Überlegungen zur Maßanalyse in der Chemie. Die chemische Industrie Englands gehörte zu den Besuchzielen während seines Aufenthaltes. Mit dem befreundeten irischen Privatgelehrten Richard Kirwan unternahm er eine Reise nach Irland, die vorrangig mineralogischen Studien diente. Ein Aufsatz in dem Chemischen Journal seines Freundes Crell berichtet über die irischen Reiseeindrücke.

Mit einem großen Erfahrungsschatz kehrt Gadolin in seine finnische Heimat zurück und gibt 1788 eine Abhandlung über die neue Nomenklatur in der Chemie heraus. Sie ist den verdienstvollen Arbeiten von Antoine Laurent de Lavoisier, Louis Bernard Guyton de Morveau, Antoine François de Fourcroy und Claude-Louis Berthollet gewidmet. Das brachte ihm die Aufmerksamkeit dieses Personenkreises ein. Ein intensiverer wissenschaftlicher Austausch ergab sich in der Folge mit Berthollet und Guyton de Morveau ...

Nun festigte sich die berufliche Entwicklung von Gadolin. Zuerst 1789 zum Adjunkten berufen, kam er schnell in die Anwartschaft zum Professor. Noch in den letzten Lebensjahren seines Lehrers Gadd übernahm er Vorlesungen und nach dessen Tode 1787 auch die ordentliche Professur. Auf der Grundlage seiner reichen Erfahrungen veränderte er die Studieninhalte des Unterrichts und gilt heute als eigentlicher Begründer der wissenschaftlichen Chemie in Finnland.

Bereits während seiner Europareise verfasste er eine Schrift zur Phlogistontheorie (1788). Zunächst ging er noch von der Existenz des Phlogistons aus, hatte aber Kenntnis von der Rolle des Sauerstoffs bei der Verbrennung. Mit diesem Aufsatz versuchte Gadolin durch eine eigene Theorie einen vermittelnden Ansatz zwischen beiden Meinungslagern. Schließlich minderten sich seine Bedenken gegen die Ansichten Lavoisiers und er schloss sich als erster skandinavischer Chemiker den neuen Lehren über die Verbrennung an. Folgerichtig verfasste Gadolin das erste antiphlogistische Chemielehrbuch in schwedischer Sprache, erschienen 1798 mit dem Titel Einleitung in die Chemie. Es leistete einen entscheidenden Beitrag zur Verbreitung der neuen Kenntnisse unter den nordeuropäischen Wissenschaftlern.

Seine sprachlichen Fähigkeiten ermöglichte eine vielseitige Kommunikation mit verschiedenen wichtigen Partnern in Europa. Gadolin beherrschte neben seiner Muttersprache Finnisch die Sprachen Latein, Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Schwedisch. Zu den Korrespondenzpartnern gehörten Joseph Banks, Torbern Olof Bergman, Claude Louis Berthollet, Adair Crawford, Lorenz Florenz Friedrich Crell, Johann Friedrich Gmelin, Louis Bernárd Guyton de Morveau, Richard Kirwan, Martin Heinrich Klaproth, Antoine Laurent Lavoisier und Carl Wilhelm Scheele ...

Sein wohl bekanntester wissenschaftlicher Beitrag als Chemiker besteht in der Analyse eines schwarzen Minerals von dem Feldspatbruch Ytterby auf der schwedischen Insel Resarö, der für die Porzellanfabrik von Stockholm betrieben wurde. Dort fand 1788 der Sammler und schwedische Artillerieoffizier Carl Axel Arrhenius ein bis dahin unbekanntes schwarzes Mineral, das von Bengt Reinhold Geijer und Sven Rinman erstmals beschrieben wurde und später den Namen Gadolinit erhielt. Gadolin erhielt eine Probe dieses Minerals und untersuchte sie im Zeitraum 1792 bis 1793 eingehend. Er beschrieb dieses Stück als einen roten Feldspat, in dem das schwarze undurchsichtige Mineral tafel- und nierenförmig eingelagert ist ..." (Wikipedia)

Erhaltungszustand

guter Zustand, Gebrauchs- und Alterungsspuren unbeschnittenes und oben (Bögen) nicht aufgeschnittenes (damit ungelesenes) Exemplar - Umschlag etwas abgenutzt und verschmutzt - rechte und untere Ränder (da unbeschnitten, also ungleichmäßig) mit kleinen Blessuren - oberer Seitenrand etwas verschmutzt - Deckel innen fleckig - untere Rückenkante leicht gestaucht und Rückenbezugspapier bis 2 cm Höhe aufgeplatzt - Seiten sauber und ordentlich - Titel teils leicht fleckig