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Atlas der Heilpflanzen

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Mit einer Einführung und erläuterndem Text von Dr. med. Wolfgang Bohn

"Die zwanzig Bildertafeln des vorliegenden Atlas, auf welchen uns ein Künstler 75 verschiedene in- und ausländische, giftfreie und giftige Medizinalpflanzen dargestellt hat, verlangen vorn Beschauer, daß er die Auswahl in erster Linie vom Begriffe der Heilpflanze aus beurteile. Unter den vielen tausend Pflanzenarten, die unsre Erde grünen und blühen lassen, gibt es eine engere Gruppe, einige Hundert umfassend, die in irgendwelchen Beziehungen zu dem menschlichen Organismus insofern stehen, als sie gewisse krankhafte Störungen seines Lebens hervorrufen oder beheben können. Und zwar trennen wir die giftfreien Pflanzen, die allein im sogenannten Pflanzenheilverfahren Anwendung finden, und die Störungen des Lebens im allgemeinen nicht hervorrufen, von den giftigen, die nach dem Genusse schwere Krankheiten, ja oft den Tod hervorrufen können, wie sie besonders in der galenischen Medizin, der alten sogenannten Allopathie und in der Homöopathie verwendet werden.

Der Künstler hat nun aus beiden Gruppen eine Anzahl von Charakterpflanzen herausgesucht und abgebildet. Die Auswahl und die Grundsätze derselben sind sein Werk. Aufgabe des Verfassers der folgenden Beschreibungen ist es, dem Leser die wichtigsten botanischen Merkmale dieser Medizinalpflanzen vorzuführen und, eben weil es Medizinal- und Heilpflanzen sind, etwas von ihren besonderen Eigenschaften kurz mitzuteilen.

Wir werden finden, daß die einheimischen, giftfreien Pflanzen bei weitern überwiegen; das entspricht ganz den natürlichen Verhältnissen. Eine Anzahl, zwar nicht bei uns beheimatete aber seit langem kultivierte Pflanzen, bildet den Übergang zu einer kleinen Zahl ausländischer meist tropischer Gewächse von meistens recht zweifelhaftem Heilwert. Auch in der Gruppe der giftigen Pflanzen überwiegen die einheimischen — das tropische Ausland liefert nur eine geringe Zahl meist entbehrlicher Drogen.

Das Studium der Heilpflanzenkunde ist botanisch wie medizinisch uralt und doch jugendfrisch auch in unsrer Zeit. Pflanzenmedizin ist der älteste aber auch der jüngste Zweig der Heilkunst. Der „Arzneimittelvegetarismus", wie ich das Wort einmal geprägt habe, wird die Heilmethode der Zukunft werden, wie die Pflanzenkost durch die streng wissenschaftliche Nährsalz-und Vitaminforschung schon heute als die Ernährungsform des vernünftigen Menschen bezeichnet werden müßte, wenn Widerstände aus ganz anderen Gebieten ihre Durchführung nicht behinderten ..."

Erhaltungszustand

mittlerer bis noch guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - vom Rücken fehlen oben 1 cm des Bezugspapieres, unten zwar noch vollständig, aber aufgerissen - Rückseite fleckig - Seiten überwiegend sauber und ordentlich, auf einer Seite wenige Unterstreichungen - Umschlag und Seiten teils etwas eselsohrig - Papier der Textseiten altersgebräunt