Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Erich Weinert erzählt - Berichte und Bilder aus seinem Leben

Dieser Artikel ist derzeit nicht lieferbar. Stöbern Sie einfach mal in unserem Buch-Angebot.

herausgegeben von R. Engel anläßlich des 65. Geburtstages des Dichters

Vorwort

"Über den Genossen und Freund Erich Weinert zu schreiben ist sehr einfach und zu gleicher Zeit sehr schwer. Einfach ist es, weil das Leben und das Werk Erich Weinerts unendlich reich war, schwer, weil die Fülle des Erlebten und Geschaffenen mit einfachen Worten gesagt sein will, so einfach und klar wie Erich Weinert seine Verse formte, damit sie jedem Arbeiter verständlich waren. Was liegt nun näher, als Erich Weinert selber aus seinem Leben erzählen zu lassen? Bei verschiedenen Gelegenheiten hat er über diese oder jene Episode seines Lebens Aufzeichnungen gemacht, die nicht immer für die Öffentlichkeit gedacht waren. Seine persönliche Bescheidenheit ließ nicht zu, über sich selber zu sprechen. Aber diese Aufzeichnungen, Briefe, Bemerkungen, die sich da und dort finden, ergeben wohl, zusammengestellt und ergänzt durch Fotos und Gedichte, eine Einsicht in sein Leben und in sein Denken. Und das ist es, was hier vermittelt werden soll.

Viele Tausende seiner alten Freunde und Kampfgefährten wollen aber auch gern ein paar Bilder von „ihrem Erich" haben als Erinnerung an gemeinsam durchgestandene Kämpfe. Andere wieder wollen ihren Kindern, den Pionieren und FDJlern erzählen, wie die deutsche Arbeiterklasse kämpfte, um die Grundlagen für die Zukunft zu sichern. Dazu kann, so sagen sie, das Leben Erich Weinerts als Vorbild dienen.

In Deutschland und in vielen Ländern der Erde kennen die fortschrittlich denkenden Menschen die Verse von Erich Weinert, kennen die zündende, mitreißende Sprache des revolutionären Dichters und fragen: „Wer war Erich Weinert und wie war er?" Lassen wir ihn selber sprechen und begnügen wir uns mit ein paar verbindenden Worten, da wo sie notwendig sind. So wird sicher der Wunsch vieler erfüllt, den Menschen Erich Weinert näher kennenzulernen, und das Verständnis für die Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse und die hervorragende Rolle, die Erich Weinert dabei spielte, vertieft.

Dieses Buch des freundschaftlichen Gedenkens soll nicht die Biographie des großen revolutionären Dichters, die noch geschrieben werden muß, ersetzen. Aber seine Freunde, die alten und die jungen, werden dieses Buch von und über Erich Weinert gern in die Hand nehmen, wenn sie den Blick in die Vergangenheit richten wollen, um die Aufgaben der Gegenwart besser meistern zu lernen."

von Wikipedia

"Erich Bernhard Gustav Weinert (* 4. August 1890 in Magdeburg; † 20. April 1953 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und ab 1943 Präsident des Nationalkomitees Freies Deutschland.

Weinert wurde schon früh durch seinen sozialdemokratisch eingestellten Vater politisch geprägt. Nach dem Besuch der Knabenbürgerschule in Magdeburg lernte Weinert Lokomobilbauer in der Buckauer Maschinenfabrik Rudolf Wolf. Weinert erhielt 1904 die Jugendweihe. Im Zeitraum von 1908 bis 1910 besuchte er die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg. 1912 schloss er sein Studium an der Königlichen Kunstschule Berlin mit einem Staatsexamen als akademischer Zeichenlehrer ab. Weinert wurde, nach einer kurzen freiberuflichen Tätigkeit, zum Militär eingezogen, wo er als Offizier am Ersten Weltkrieg teilnahm. Mit anderen jungen Künstlern gründete Weinert die Künstlergemeinschaft Die Kugel. In den Jahren 1919 und 1920 war er als Lehrer an der von ihm schon als Schüler besuchten Magdeburger Kunstgewerbeschule tätig. Anfang 1920 veröffentlichte er in der Zeitschrift der Gemeinschaft erste Gedichte. In Leipzig wirkte er als Schauspieler und Vortragskünstler. Ab Mai 1921 hatte er im Leipziger Kabarett Retorte mit seinen Kabarett-Texten großen Erfolg. Die Texte wurden unter dem Titel „Der verbogene Zeitspiegel“ und „Der Gottesgnadenhecht und andere Abfälle“ publiziert. Ab 1923 trat Weinert in Berlin im Künstlercafé Küka auf. Weinert veröffentlichte seine Texte in vielen kommunistischen und linksbürgerlichen Zeitschriften, erhielt jedoch in Preußen Redeverbot.

Weinert gehörte zu den Mitbegründern des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. 1929 trat er der KPD bei. Von 1933 bis 1935 ging Weinert mit Frau und Tochter mit Umweg über die Schweiz in das Exil in das Saargebiet, wo er 1934 steckbrieflich gesucht wurde. Nach dem Saar-Plebiszit 1935 kehrte er nach Paris zurück, um gleich wieder in die Sowjetunion auszureisen ...

Weinert wurde von 1937 bis 1939 Mitglied der Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg, wo er als Frontberichterstatter tätig war. Nach dem Angriff des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion war Weinert auf sowjetischer Seite als Propagandist tätig. Mit seinen Gedichten bedruckte Flugblätter wurden in hoher Auflage hinter den deutschen Linien abgeworfen. 1943 wurde er zum Präsidenten des Nationalkomitees Freies Deutschland gewählt.

1946 kehrte Weinert nach Deutschland zurück und wurde, bereits schwer erkrankt, als Vizepräsident der Zentralverwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) tätig. Er veröffentlichte, kurz vor seinem Tode, noch ein Erinnerungsbuch des mit ihm im sowjetischen Exil befreundeten Malers Heinrich Vogeler ...

Weinert war ein bedeutender Satiriker und Lyriker während der Weimarer Republik und ein wichtiger Vertreter der proletarisch-revolutionären Literaturbewegung dieser Jahre. Der Text der Hymne der internationalen Brigaden, die im spanischen Bürgerkrieg kämpften, stammt von ihm. Er war bemüht, seine satirischen Dichtungen mit der Volksdichtung zu verbinden. Weinert zielte auf ein breites Publikum, insbesondere aus der Arbeiterklasse. Seine Texte waren sprachlich einfach und eingängig gehalten. Seine Lyrik hatte einen starken agitatorischen Einschlag, bedingt durch das Ziel auf einfache Menschen einzuwirken und sein politisches Engagement ..." (Dank an Wikipedia)

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag defekt und teils hinterklebt