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Die mittelalterliche Baukunst in Bulgarien

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herausgegeben vom Archäologischen Institut der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften
deutsche Erstausgabe

"Die vorliegende Arbeit ist eine immer noch unvollständige, nicht alle Einzelheiten umfassende Geschichte der mittelalterlichen Baukunst in Bulgarien, da der größte Teil des Materials, vor allem aus archäologischen Funden besteht, deren Zustand nicht immer die allseitige gründliche Untersuchung und Beschreibung ermöglicht. Der Forscher der bulgarischen mittelalterlichen Baukunst steht vor einer Reihe wesentlicher Schwierigkeiten. Er muß nicht nur noch völlig unerschlossene, sondern auch solche Bauwerke berücksichtigen, die nicht mehr untersucht werden können. Viele sind längst zerstört oder nur noch aus meist ungenauen, von Laien aufgenommenen Bauplänen bekannt. Die Bauaufnahmen sind nicht mehr zu überprüfen, da die Überreste bereits vor langer Zeit vernichtet oder verschüttet wurden. Von anderen Baudenkmälern stehen nur noch die Grundmauern, die nicht ausreichende, häufig auch irreführende Vorstellungen von der gesamten Gestaltung vermitteln. Die aus dem Erdboden emporragenden höheren Ruinen ermöglichen nicht immer die Unterscheidung zwischen dem ursprünglichen Bauwerk und den späteren Ergänzungen. Die wenigen unversehrt erhaltenen Baudenkmäler zeigen meist Spuren späterer Verbesserungen und Umgestaltungen, die die ursprünglichen Formen und Konstruktionen verwischt oder bis zur Unkenntlichkeit verändert haben. Außerdem fehlen bisher immer noch Monographien über Bauten und Baukunstdenkmäler, die die Forschung fördern könnten.

Diese Arbeit stützt sich daher fast gänzlich auf Bruchstücke und ungleichwertiges Material, das sehr wenige Angaben über die Grundsätze der Komposition, der Konstruktion und des Stils der bulgarischen mittelalterlichen Baukunst liefert. Daher besteht sie vor allem in einer systematischen Bestandaufnahme der Bauten und Baukunstdenkmäler, Beschreibung ihres gegen wärtigen Zustandes und Untersuchung nach dem heutigen Forschungsstand.

Die geschichtliche Entwicklung der bulgarischen mittelalterlichen Baukunst ist nur auf dem Hintergrund der geschichtlichen Vorgänge im Leben des Volkes und des Staates wahrheitsgetreu zu erkennen. Daher ist das gesamte Material nach der feststehenden Chronologie der bulgarischen Geschichte und Kultur aufgegliedert. Das Mittelalter reicht in Bulgarien vom 7. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Diese Grenzen bedeuten nicht, daß die Kontinuität der Baudenkmäler mittelalterlichen Typs in den nachfolgenden Jahrhunderten vollständig unterbrochen wird. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelt sich aber die nationale Wiedergeburt des bulgarischen Volkes und schafft Voraussetzungen für die Entstehung bis dahin unbekannter Typen und Formen der profanen und sakralen Baukunst, deren Ursprung nicht mit dem bulgarischen Mittelalter verbunden ist. Es erschien mir notwendig, mit einem flüchtigen Überblick über das alte Kulturerbgut zu beginnen, auf das viele der wesentlichen Traditionen der bulgarischen Baukunst zurückgehen. Die vorliegende Arbeit befaßt sich auch mit Bauwerken und Baudenkmälern in Gebieten, die zu bestimmten Zeiten zum Staatsgebiet Bulgariens gehört haben und nach verschiedenen Angaben oder Vermutungen im Auftrag bulgarischer Zaren, feudalistischer Herrscher, Geistlicher oder von bulgarischen Baumeistern und Maurern errichtet worden sind.

Die während der Türkenherrschaft wahrscheinlich von bulgarischen Baumeistern mit dem aktiven Arbeitseinsatz der bulgarischen Bevölkerung entstandenen, jedoch mit dem Leben der breiten Volksmassen nicht unmittelbar verbundenen Wohnbauten und Kulturdenkmäler werden in dieser Arbeit nicht behandelt. Diese wertvollen Bauwerke sind ein geeigneter Gegenstand einer gesonderten gründlichen fachkundigen Untersuchung ..."

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - die ersten 30 Seiten mit schmalem Wasserstreifen an der oberen Ecke