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БYГД HAЙPAMДAX MOHГOЛ APД YЛC - Mongolei - Bildband

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  • Erstausgabe 1961
  • ca. 300 Seiten mit 266 Fotos
  • Bindung / Material: Leinen
  • Sprache: de

Mongolische Volksrepublik
herausgegeben anläßlich des 40. Jahrestages der mongolischen Volksrevolution
ca. 26 x 32 cm
Vorwort und Bildunterschriften in Mongolisch + Russisch + Englisch + Französisch + Spanisch + Deutsch
ohne Verlagsangabe

"Die Mongolei ist ein Land von gewaltigem Ausmaß, mitten im Herzen Zentralasiens gelegen. Sie ist das Land der großen Gobi und der unermeßlichen Steppen, das Land der Berge und Wälder, der Flüsse und Seen und ein Land, das reiche Bodenschätze birgt. Ihr Territorium, das mehr als 1,5 Millionen Quadratkilometer beträgt, wird von einer Million Menschen bewohnt.

Die Mongolei ist ein altes Land mit einer großen und bemerkenswerten Geschichte, von der viele historische Denkmäler, Wohnplätze von Urmenschen und Ruinen einstiger Städte, Festungen und Tempel Zeugnis ablegen. Einstmals befand sich das Land an einer der Kreuzungen der großen Handelsstraßen, die den Osten mit dem Westen verbanden. Deshalb findet man in seiner alten und an Traditionen reichen Kultur eine enge Verbindung der Kulturen der verschiedensten Völker, die einen eigenartigen Reiz ausübt. Und doch kann man ganz deutlich das Besondere erkennen, das für die mongolische Kultur charakteristisch ist.

Ungefähr vor tausend Jahren entstand die mongolische Schriftsprache, die heute als das Altmongolische bezeichnet wird. Die Mongolen begannen die ersten Bücher herauszugeben, die mit Hilfe des Holzschnittes hergestellt wurden. Bezaubernd sind die Melodien mongolischer Lieder, und von großem Können zeugen die Arbeiten der Meister der angewandten Kunst.

Das Volk jedoch, der Schöpfer aller materiellen und kulturellen Werte, fristete jahrhundertelang ein elendes Leben. Im Verein mit fremdländischen Eroberern unterjochten die Feudalherren das Volk, beuteten es unbarmherzig aus und ließen es in völliger Unwissenheit dahinleben.

Erst die Volksrevolution im Jahre 1921, die sich unter Führung der Mongolischen Volksrevolutionären Partei vollzog, befreite das Volk von der Leibeigenschaft und führte es dem Aufbau eines, neuen und glücklichen Lebens entgegen.

In den vierzig Jahren der Volksmacht wurde die Mongolei, die in den ganzen letzten drei Jahrhunderten ein abgelegener Winkel der Mandshu-Dynastie gewesen war, ein souveräner, volksdemokratischer Staat, der vom Feudalismus direkt zum Aufbau des Sozialismus überging und dabei die kapitalistische Gesellschaftsordnung vollkommen übersprang. Aus einem Land, das eine extensive, nomadenhafte Viehzucht betrieb, wurde ein sozialistisches Agrar- und Industrieland. In der Landwirtschaft gingen gewaltige Veränderungen vor sich. Die Araten (Bauern und Viehzüchter), die freiwillig in die Genossenschaften eintraten, schufen moderne sozialistische Großwirtschaften. Ebenfalls entstanden große mechanisierte Staatsgüter und Maschinen- und Viehzuchtstationen. Die letzten zwei Jahre waren von einer umfangreichen Neulanderschließung bestimmt. Im Jahre 1959 wurden pro Kopf der Bevölkerung 151,4 kg Getreide geerntet, im Jahre 1960 waren es 266,5 kg. So wird also die Aufgabe, den Mehlbedarf des Landes aus eigenem Aufkommen zu decken, erfolgreich gelöst.

Es entstand eine eigene Industrie, die fast die Hälfte der Gesamtproduktion von Industrie und Landwirtschaft liefert. Neben der Entwicklung des Bergbaus, der erdölfördernden und erdölverarbeitenden Industrie, der Brennstoffindustrie und dem Bau von Kraftwerken entstehen auch Betriebe für die Herstellung von Massenbedarfsgütern.

Einen schnellen Aufschwung nimmt das moderne Verkehrs- sowie Post- und Fernmeldewesen.

Bis zur Volksrevolution im Jahre 1921 war die Mongolei ein Land des völligen Analphabetentums. Fast die Hälfte der männlichen Bevölkerung verbrachte ihr Leben weit weg von jeglichem Produktionsprozeß in den zahlreichen Klöstern, die das Volk in völliger Unwissenheit hielten, einen Hort des mittelalterlichen Dunkelmännertums darstellten und damit eine zuverlässige Stütze der feudalen Reaktion waren.

Heute ist das Analphabetentum restlos beseitigt, und alle Kinder, die das schulpflichtige Alter erreicht haben, besuchen die Schule. Jeder sechste Mongole ist Hörer an irgendeiner Bildungsstätte. Über das ganze Land zieht sich ein dichtes Netz von Schulen und Kultur- und Bildungsstätten. Hochschulen, Theater, Klubhäuser, Kulturpaläste, die Presse und der Rundfunk sind zu einem festen. Bestandteil im Leben des mongolischen Volkes geworden, das alles ist aus seinem neuen Leben einfach nicht mehr hinwegzudenken.

Dieser Bildband, der anläßlich des 40. Jahrestages der Volksrevolution herausgegeben wurde, widerspiegelt in aller Kürze das Leben des mongolischen Volkes und die Errungenschaften, die es sich in den Jahren der Volksmacht durch selbstlose Arbeit und mit brüderlicher. Hilfe der Sowjetunion und der anderen sozialistischen Länder erkämpft hat.

Möge dieser Band dazu beitragen, daß sich die Völker gegenseitig besser kennenlernen, möge er der edlen Sache der Völkerverständigung und der Festigung der Freundschaft und Zusammenarbeit aller Völker dienen !"

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einband etwas verschmutzt - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - untere Ecken teils etwas schmutzfingrig - umfangreiche Widmung im Vorsatz