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Faust in der Geschichte und Tradition

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Geheime Wissenschaften
Eine Sammlung seltener älterer und neuerer Schriften über Astrologie, Magie, Kabbalah, Rosenkreuzerei, Freimaurerei, Hexen- und Teufelswesen usw.
Unter Mitwirkung namhafter Autoren herausgegeben von A. v. d. Linden
23. und 24. Band

Mit besonderer Berücksichtigung des okkulten Phänomenalismus und des mittelalterlichen Zauberwesens
Als Anhang: Die Wagnersage und das Wagnerbuch

2 Bände

"Faust ist der Occultist aller Occultisten. Und doch hat man noch keinen Versuch gemacht, seine Geschichte, wie sie uns die Zeitgenossen und die alten Faustbücher überliefern, vom Standpunkt der modernen occultistischen Forschung aus zu beleuchten, was doch so unendlich naheliegend und naturgemäß ist. Dies liegt einfach daran, daß die seitherigen Faustforscher keine Kenntnisse auf dem Gebiete des Qccultismus, und die Occultisten keine Kenntnis der Faustlitteratur besaßen, wie denn überhaupt unter den Letzteren das völlige Vertrautsein mit der älteren und gar mittelalterlichen Fachlitteratur bei nur sehr Wenigen vorhanden ist. 

Durch eine besondere Fügung kam ich dazu, seit etwa 27 Jahren diese Fach- und zugleich auch die alte Faustlitteratur gründlich kennen zu lernen, und eine Frucht dieser Beschäftigung bildet mein Faustbuch. Über die dichterische Verwertung der Fausttradition ist mehr als zuviel volles und leeres Stroh gedroschen worden; ich lasse dieselbe deshalb hübsch bei Seite und halte mich an die Geschichte, wie sie die Zeitgenossen, und an die Tradition, wie sie die alten Faustbücher uns darbieten. Diese fasse ich von dem oben dargelegten völlig neuen Standpunkt auf. Zunächst höre ich sämmtliche Zeugen über Fausts Existenz ab, wobei es mir durch die Beibringung von Fausts Promotion in Heidelberg gelingt, die Frage bejahend zu entscheiden, ob der Georg Faust des Trithemius und Rufus und der Johann Faust der andern Zeitgenossen und der alten Faustbücher ein und dieselbe Person ist. Außerdem führe ich noch viele neue, kulturgeschichtlich wichtige und interessante Beiträge zur Geschichte Fausts an, wie z. B. das über die mittelalterlichen Zauberschulen Gesagte, das von Luther über Faust Geäußerte, der Nachweis von Fausts schriftlichem Nachlaß usw. usw.

Von der Geschichte wende ich mich zur Tradition, und meine Bearbeitung der alten Faustbücher vom Standpunkt der modernen occultistischen Forschung aus unter erläuternder Zuhülfenahme zahlreicher bisher noch unbekannter und unbenutzter Quellen ist völlig neu.

Um die Leser in die Atmosphäre zu versetzen, in welcher Leute wie Faust, Agrippa, Paracelsus u. A. m. lebten und in der die Fausttradition entstehen konnte, war es nötig, ihnen ein Bild der alten Magie vorzuführen, wie sie thatsächlich war. Zu diesem Zweck gebe ich zunächst eine vor mir noch nicht gemachte Zusammenstellung und Inhaltsangabe der unter Fausts Namen umlaufenden Höllenzwänge sowie der aus dem Altertum und Mittelalter erhaltenen Zauberbücher. Dieser völlig Neues bietenden Arbeit lasse ich eine fachlich wie kulturgeschichtlich gründlich behandelte Darstellung der verschiedenen hier in Betracht kommenden magischen Künste folgen, wobei ich stets die vor mit noch nicht benutzten Quellen sprechen lasse. Diese Darstellung kann als eine Geschichte der ältern Magie betrachtet werden und bildet seine notwendige Ergänzung meiner Geschichte des neuern Qccultismus.

Den Schluß macht eine Darstellung und ein Kommentar der dem großen Publikum ganz unbekannten Wagnersage.

Was die Illustrationen anlangt, so war meine Absicht, die von den alten Meistern zur Fausttradition gezeichneten Bilder getreu nach den Originalen mit den neuzeitlichen Hülfsmitteln möglichst vollständig wiederzugeben ..."

  • Fausts geschichtliche Person
  • Die Volksbücher von Faust
    • Summarische Übersicht über die älteste Faustliteratur
    • Fausts Leben bis zur ersten Teufelsbeschwörung
    • Der Pakt Fausts
    • Wie und als was ist der Mephistopheles der Faustbücher aufzufassen? 
    • Fausts Treiben, Zauberschwänke und Ende

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einbandecken gering abgenutzt bzw. gering defekt - Einbandrückseiten etwas beschabt - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - Papier teils etwas altersgebräunt - gelegentliche Bleistift-Anstreichungen