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Albanien - großer Bildband

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Албания / Albanie / Albania

"Budapest, die schöne Stadt an den Ufern der Donau, entschwand lange schon den Blicken. Weit dehnte sich das ungarische Land unter den silbernen Tragflächen. Kroatien, Serbien blieben zurück. Montenegro ist erreicht. Höher und höher klettert das Flugzeug nun in das leuchtende Blau des südlichen Himmels hinein. 2500 bis 3000 Meter zeigt der Höhenmesser.

Die albanische Grenze ist nicht mehr weit. Da ist sie schon. Silbern glitzert es tief unten - der Shkoder-See. Und nun beginnt der unvergeßliche Flug über die albanischen Berge. Von ewigem Schnee bedeckt, grüßt die in ihren höchsten Spitzen fast 2700 Meter erreichende Kette der Nordalbanischen Alpen herüber. Weiter geht es nach dem Süden. Ein faszinierender Anblick bietet sich dem Beschauer aus luftiger Höhe: Kein Vergleich ist hier möglich mit den Ruhe atmenden Hügeln des ThüringerWaldes, auch nicht mit den sanften Hängen des Erzgebirges - wild zerklüftet, kahl und karstig wachsen die Berge des albanischen Mittelgebirges aus engen Tälern in den Himmel. Man glaubt, über einer Urlandschaft zu schweben, die noch kein Leben hervorgebracht hat. Und doch, dieses Stück Erde, von dessen fast grausam anmutender Schönheit man das Auge kaum loszureißen vermag, birgt Leben, neu sich entfaltendes Leben in seinen Tälern. Der Pilot nimmt Kurs nach Westen. Die Berge werden flacher, bis sie sich in den Fluten der glitzernden blauen Adria verlieren. Eine kurze Schleife über dem Meer, und wenige Minuten später ist die albanische Hauptstadt erreicht.

Flache Hügel begrenzen Tirana von Süden und Westen; im Osten türmt sich das 1600 Meter hohe Dajti-Massiv auf und schützt die Stadt vor Wetter und kalten Winden. Die grelle Sonne bescheint ein Meer von weißen niedrigen Häusern, das sich, von vielen grünen Flecken unterbrochen, malerisch im Talkessel ausbreitet. Hier und dort ragen spitze Minarette aus den Häusergruppen hervor. Sobald das Flugzeug an Höhe verliert, ist noch etwas mehr zu erkennen: Im Nordwesten der Stadt dehnt sich ein gewaltiger Komplex von Gebäuden mit langen Hallen. Das könnte das Textilkombinat von Tirana sein. Und nun sieht man schon, daß nicht alle Häuser eingeschossig sind. Im Zentrum, aber auch hier und dort am Stadtrand ragen lange, neue Wohnblocks zwei und drei Etagen hoch. Tirana ist keine Hauptstadt wie Berlin, London oder Prag mit hohen grauen Häusern, engen Gassen und finstren Hinterhöfen. Hier ist alles aufgelockert und licht. "Eine Gartenstadt", konstatiert man aus der Höhe. Nun setzt das Flugzeug zur Landung an. Hatte man bei der Zwischenlandung das Gefühl, in ein stark geheiztes Badezimmer zu treten, so vermeint man beim Verlassen des Flugzeuges in Tirana, geradewegs in den Backofen hineinzuspazieren. Für einen an mäßige mitteleuropäische Temperaturen gewöhnten Reisenden ist die Hitze mörderisch. Über 40 Grad Celsius zeigt das Thermometer in den heißesten Tagen hier an. Gern will man glauben, daß Tirana neben Bukarest die heißeste europäische Hauptstadt ist ..."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Exlibris-Stempel auf dem Schmutztitel