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Werte der deutschen Heimat - Band 63: Der Schraden

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  • Verlag: Böhlau, Köln, Weimar & Wien
  • Erstausgabe 2001
  • 310 Seiten mit 80 Bildern und 2 Karten
  • Bindung / Material: Leinen mit Schutzumschlag
  • Sprache: de

Werte der deutschen Heimat - Landschaften in Deutschland
Band 63:
Der Schraden
Eine landeskundlichen Bestandsaufnahme im Raum Elsterwerda, Lauchhammer, Hirschfeld und Ortrand

Herausgegeben vom Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächs. Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

"Mit der historischen Landschaftsbezeichnung ,,Der Schraden" wird ein Niederungsgebiet im Breslau-Magdeburger Urstromtal vorgestellt, das zwischen den Städten Elsterwerda, Lauchhammer und Ortrand besonders markant in Erscheinung tritt und im Norden und Süden von zwei in der Saalekaltzeit entstandenen Endmoränenzügen mit Höhen von etwa 200 m begrenzt wird. Über Jahrhunderte griff der Mensch in den Naturhaushalt dieser bis ins 19. Jh. alljährlich den Hochwassern der Schwarzen Elster und der Pulsnitz ausgesetzten Sumpf- und Moorlandschaft ein und gestaltete sie zur heutigen Kulturlandschaft mit einem spezifischen Muster der Acker- und Grünlandverteilung um, in der der einst vorherrschende Schradenwald zu Gunsten der Landwirtschaftsflächen zurückgedrängt wurde. Heute durchziehen regulierte, also begradigte und eingedeichte Flussläufe und zahlreiche Binnengräben die Niederung. Die Siedlungen entstanden auf den hochwasserfreien Randlagen und pleistozänen Hochflächen.

Nördlich der Schwarzen Elster hinterließen der Abbau und die Verarbeitung von Braunkohle im Raum um Lauchhammer und Schwarzheide, einem Teil des einstigen Niederlausitzer Reviers, eine spezifische Bergbaufolgelandschaft, die gegenwärtig saniert wird. Mehrere naturschutzrechtlich ausgewiesene Gebiete dienen dem Schutz und der Erhaltung der historischen Kulturlandschaft mit ihren Landschaftselementen und Nutzungsstrukturen sowie der Flora und Fauna. So gehört das nordwestliche Betrachtungsgebiet um Elsterwerda dem Naturpark ,,Niederlausitzer Heidelandschaft" an. Über die nördliche Ferienroute ,,Fürstenstraße der Wettiner" kann sich der kulturell interessierte Tourist den Naturraum und die Kulturdenkmale erschließen. In seiner historischen Entwicklung war der Schraden stets ein territorialer Grenzraum, der im Norden die Niederlausitz und im Osten die Oberlausitz berührt. Im Ergebnis des Wiener Kongresses kam er 1815 von Sachsen zu Preußen. Im südlichen Teil des Betrachtungsgebietes verläuft heute die Landesgrenze zwischen Brandenburg und dem Freistaat Sachsen."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag gering defekt - kleine Notiz im Vorsatz