Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Der evangelische Verein der Gustav-Adolf-Stiftung, seine Entstehung ...

weitere Bilder:
125,00 Euro inkl. 7 % USt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 5-7 Tage*

Der evangelische Verein der Gustav-Adolf-Stiftung, seine Entstehung, sein Fortgang, seine Wirkung und seine gegenwärtige Lage

Ein Mahnruf an die protestantische Bevölkerung Deutschlands

  • Begründung der Benennung des Vereins
  • Entstehung des Vereins
  • Umgestaltung und Erweiterung des Vereins
  • Statuten des Vereins
  • Aus der Geschichte
  • Die Kämpfe innerhalb des Vereins und ihre Ausgleichung
  • Hauptversammlung 1847 in Darmstadt
  • u. a.
  • Anhang
    • Einblicke in das Wirken der Stiftung
      • Das Salzkammergut
      • Aus dem Leben des Pfarres Stourtzk zu Brodlos in Böhmen
      • Die Waldenser

"Das Gustav-Adolf-Werk (e.V.), gegründet 1832, ist das älteste evangelische Hilfswerk in Deutschland und das Diaspora-Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Es hat seinen Sitz in Leipzig und trägt den Namen von Gustav II. Adolf, König von Schweden. Der ursprüngliche Name war Gustav-Adolf-Stiftung.

Das Ziel des Gustav-Adolf-Werkes ist es, "die Kirchen in der weltweiten Diaspora gesprächsfähig zu machen. Die Menschen in den Partnerkirchen sollen Mut und Selbstvertrauen finden, das Gespräch mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld und mit der katholischen oder orthodoxen Mehrheitskirche zu wagen. In manchen Ländern leben noch immer reformierte und lutherische Kirchen ohne nennenswerte Kontakte protestantischer Ökumene nebeneinanderher. In anderen Ländern müssen evangelische Gemeinden unterschiedlicher nationaler und sozialer Herkunft erst zu einer Kirche zusammenwachsen."

Das Gustav-Adolf-Werk hilft religiösen Minderheiten in der Welt. Partner des Gustav-Adolf-Werkes sind protestantische Minderheitskirchen in Europa, Lateinamerika und Zentralasien. Unterstützend wirkt das Werk beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben in den Gemeinden, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u.a.

Das Gustav-Adolf-Werk wurde 1832 in Leipzig auf Initiative des Leipziger Superintendenten Dr. Christian Großmann gegründet. Sie ist eine Vereinigung aller derjenigen Glieder der evangelisch-protestantischen Kirche, welchen die Not ihrer Brüder, die der Mittel des kirchlichen Lebens entbehren und deshalb in Gefahr sind, der Kirche verloren zu gehen, zu Herzen geht. Derselbe hat, eingedenk des apostolischen Wortes „Galater 6, 10“: Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen, zum Zweck, den kirchlichen Bedürfnissen solcher Glaubensgenossen in und außer Deutschland, welche in ihrem eignen Vaterland ausreichende Hilfe nicht finden können, nach Kräften Abhilfe zu leisten.

Die Stiftung dieses Vereins schloss sich der zweiten Jahrhundertfeier des Todes König Gustav Adolfs von Schweden (6. November 1832) an. Als für das Monument, welches damals über dem Schwedenstein errichtet werden sollte, die Beiträge den Kostenanschlag überstiegen, wurde der Vorschlag laut, den Überschuss zu kapitalisieren, um mit den jährlichen Zinsen arme protestantische Gemeinden zu unterstützen. In diesem Sinn erließen der Leipziger Superintendent Großmann, der Archidiakonus David Johann Heinrich Goldhorn und der Kaufmann Lampe einen Aufruf zur Beteiligung an dem Unternehmen, welches übrigens zunächst fast auf Leipzig und Dresden beschränkt blieb. Die von beiden Hauptvereinen entworfenen Statuten wurden 4. Oktober 1834 von der sächsischen Regierung bestätigt. Als am 6. November 1834 der Leipziger Hauptverein die Leitung der Gustav-Adolf-Stiftung übernahm, betrug das gemeinsame Vermögen 4.251 Taler.

Bis 1840 hatte man bereits 31 Gemeinden mit 1.233 Taler zu unterstützen vermocht. Einen großartigeren Umfang gewann die Stiftung aber erst durch eine Aufforderung des Hofpredigers Karl Zimmermann in der Darmstädter Kirchenzeitung vom 31. Oktober 1841. Dieselbe beabsichtigte die Begründung einer Anstalt zu gleichem Zweck, und es lag daher der Gedanke einer Vereinigung der Bestrebungen, in welchen sich der Süden und Norden Deutschlands begegnet waren, nahe. Zu dem Ende traten 16. September 1842 in Leipzig unter dem Vorsitz Großmanns gegen 600 Männer zusammen und gründeten den Evangelischen Verein der Gustav-Adolf-Stiftung. Die Statuten wurden auf der Hauptversammlung zu Frankfurt a. M. 20. - 22. September 1843 festgesetzt.

Die Wirksamkeit umfasst demnach lutherische, reformierte und unierte sowie solche Gemeinden, welche ihre Übereinstimmung mit der evangelischen Kirche glaubhaft nachweisen; die Mittel dazu werden erlangt durch die jährlichen Zinsen vom Kapitalfonds des Vereins sowie durch jährliche Geldbeiträge von völlig beliebigem Betrag, durch Schenkungen, Vermächtnisse, Kirchenkollekten etc. Die Gesamtheit der regelmäßig beisteuernden Mitglieder verbindet sich zu Vereinen, deren gemeinsamer Mittelpunkt für die Verwaltung der Zentralvorstand in Leipzig ist ...

Sämtliche Mitglieder verwalten ihr Amt unentgeltlich. Auf den Hauptversammlungen, welche mindestens alle drei Jahre von Abgeordneten der Hauptvereine und des Zentralvorstandes gehalten werden, beraten und beschließen dieselben über die Wirksamkeit des Zentralvorstandes, über die gestellten Anträge etc. Während die bayrische Regierung dem Gustav-Adolf-Verein durch Kabinettsorder vom 10. Februar 1844 die Bildung von Zweigvereinen untersagte (welches Verbot jedoch am 16. September 1849 zurückgenommen wurde), erteilte schon zum 14. Februar 1844 eine preußische Kabinettsorder die Genehmigung zur Bildung von Zweigvereinen in Preußen, und das preußische Kultusministerium berief hierauf die Abgeordneten der rasch entstandenen Provinzialvereine zum 1. September nach Berlin, wo man sich zum Anschluss an den Gesamtverein entschied, welcher sodann auf der nächsten Hauptversammlung in Göttingen (1844) zustande kam.

Eine Gefahr schien dem Verein gleich darauf seine dogmatische Weitherzigkeit zu bereiten. Auf der Berliner Hauptversammlung (1846) rief die Wahl des Königsberger Dissidentenpredigers Julius Rupp heftige Debatten hervor, die fast zu einer Spaltung des Vereins geführt hätten; doch wurde die Angelegenheit auf der folgenden Hauptversammlung zu Darmstadt (1847) durch das Übereinkommen beigelegt, dass dem Zentralvorstand nur die formelle Prüfung der Legitimation zustehen, dagegen der Hauptversammlung das Recht verbleiben sollte, in vorkommenden Fällen über die Unzulässigkeit eines Deputierten wegen Fehlens der Bedingung für die Mitgliedschaft zu beschließen.

Die 1851 in Berlin angeregte Idee, Frauenzweigvereine der Gustav-Adolf-Stiftung zu bilden, fand rasch und weithin Anklang ..." (Dank an Wikipedia)

Erhaltungszustand

späteres Halbleinen im Stile der Zeit - guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einbandecken und -kanten teils beschabt und gering abgenutzt - Rücken mit Resten zweier Aufkleber - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - Papier mit alterstypischen Flecken