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Das Druckwerk - Gestaltung und Herstellung von Büchern

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Das Druckwerk

Gestaltung und Herstellung von Büchern und Werbedrucksachen

komplett 2 Bände im Originalschuber

Bindung: Leinen (Band 1) und Kunststoff (Band 2)

"Es gibt zwei Arten von Drucksachen: solche, die verkauft werden (Bücher, Zeitschriften usw.) und solche, die verkaufen sollen (Prospekte, Plakate, Packungen und dergleichen). Beide werden mit wenigen Ausnahmen von Personen gestaltet und in Auftrag gegeben, denen es sowohl an Materialkenntnissen als an einer gründlichen Ausbildung und ständigen Vervollkommnung in den vielfältigen Techniken mangelt, welche bei der Herstellung eines Druckwerkes mitwirken müssen. Ganz abgesehen von der Unmöglichkeit, gleichzeitig perfekter Monotypesetzer, Tiefdrucker, Stereotypeur und Plastikschweißer zu sein, braucht der Auftraggeber von Drucksachen auch keine Meisterschaft auf den verschiedenen Gebieten, um seine Aufgabe erfüllen zu können. Was er jedoch nicht entbehren karm, ist ein gutfundiertes Wissen um die gestalterischen Prinzipien, um die verfügbaren Materialien, die Möglichkeiten und Grenzen der graphischen Verfahren in ihren technischen und wirtschaftlichen Aspekten sowie um die Rechtsfragen, die im Verkehr mit seinen Lieferanten auftreten können.

Dieses Wissen kann sich der Verlagshersteller nicht auf der Buchhändlerschule, der Graphiker nicht auf der Kunstakademie und der Werbeleiter nicht auf der Handelshochschule aneignen. Außer den mehrsemestrigen Ausbildungsmöglichkeiten und den kurzen Fortbildungskursen der Höheren Fachschule für das Graphische Gewerbe in Stuttgart gibt es vorläufig keine besondere Vorbereitung auf diese Tätigkeit. Es bleibt aber die unerläßliche Notwendigkeit, sich das Fachwissen durch langjährige Praxis zu erwerben und durch das Studium von Büchern zu unterbauen. Die bisher vorhandene Literatur wendet sich allerdings vorwiegend an den Techniker, also an den Setzer, Drucker, Buchbinder usw.; sie enthält daher eine Unmenge von Einzelheiten, die für die Arbeit des Gestalters und Planers von Drucksachen wenig belangvoll sind und ihn nur verwirren. Andere Bücher wiederum wenden sich an bestimmte Interessenten und beschränken sich in der Regel auf die Behandlung von Teilgebieten aus dem gesamten Fragenkomplex.

Hier wird zum ersten Male versucht, alle diejenigen Probleme zusammenzufassen, die dem sogenannten »Hersteller« in seiner Arbeit entgegentreten, Der Begriff »Hersteller« bedarf einer Erläuterung. Im Verlagswesen versteht man darunter den Mitarbeiter, dessen Aufgabe es ist, aus einem gegebenen Manuskriptsamt Abbildungsvorlagen ein Druckwerk (als Verkaufsobjekt) werden zu lassen. Wir wollen diesen Begriff hier jedoch auf alle ausdehnen, die Drucksachen (als Verkaufsmittel) zu gestalten und die entsprechenden Druckaufträge zu vergeben haben, d. h. auf Graphiker, Werbeberater, Angehörige der Werbeabteilungen von Industriefirmen usw. Der gesamte Aufgabenkreis besteht im einen wie im anderen Falle aus drei Teilen, einem gestalterischen (Entwurf), einem technischen (Überwachung der Herstellung) und einem kaufmännischen. Häufig obliegen diese Teilaufgaben verschiedenen Personen, in anderen Fällen befindet sich alles in einer Hand. Wie dem auch sei, die einzelnen Arbeitsvorgänge sind so ineinander verzahnt, daß ein Gesamtüberblick auch dem nützlich ist, dessen unmittelbarer Tätigkeitskreis einen geringeren Radius hat. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend, ist das Buch so aufgebaut, daß jeder das für ihn Wichtige leicht herausfinden kann. Neben Abschnitten, die sowohl für Bücher wie für Werbemittel gelten (z. B. Papier, Schrift, Satz- und Druckverfahren, Kalkulation usw.) finden sich solche, die sich mit den Sonderproblemen des Buches oder den speziellen Erfordernissen der Werbedrucksache befassen ..."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schuber verschmutzt und abgenutzt - Leineneinband gering verschmutzt - Seitenschnitt des Textbandes geringfügig stockfleclig - Seiten sauber und ordentlich