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Wirtschaftliche Verwertung der Brennstoffe

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Kritische Betrachtungen zur Durchführung sparsamer Wärmewirtschaft
der Autor war Baurat zu Berlin-Schöneberg
Zweite, den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen angepasste und daher vollständig neu bearbeitete Auflage

"Als die erste Auflage des Werkes im Oktober 1915 herauskam, hieß es auf S. 2 der Einleitung: "Die rasch ansteigende Förderung unserer Brennstoffe kann aber auf die Dauer nicht anhalten, sondern muß schließlich infolge der zunehmenden Abbau- und Förderungsschwierigkeiten eine Abnahme erfahren. Dazu drohen die von Jahr zu Jahr steigenden Löhne, die kürzeren Arbeitszeiten und noch andere Umstände, den Preis der Kohlen in die Höhe zu treiben und damit alle Lebensbedingungen zu erschweren."

Und heute ? - Wärme fehlt zum Schutz gegen Kälte, zur Bereitung von Speisen und Herstellung der notwendigsten Gebrauchsgegenstände; Licht zur Erhöhung der Behaglichkeit und zur Verlängerung der Arbeitsmöglichkeit. Alle Sorgen, die auf uns lasten, vereinigen sich in der Kohlenfrage wie in einem Brennspiegel.

Die schweren Waffenstillstands-Bedingungen haben einen Einschnitt in die Lebensader des deutschen Volkes getan, an dessen Folgen es schwer darniederliegt. Kohle bedeutet Lebensenergie, und solange diese nicht wieder voll zur Entwicklung gelangt, werden einzelne Organe des geschwächten deutschen Volkes absterben müssen. Die Nerven sind erschlafft, die technischen Anlagen abgewirtschaftet, die Leistungen zurückgegangen. Wäre der unglückliche Krieg nicht gekommen, hätten wir ... eine weitere erfreuliche Steigerung in der Kohlenförderung von Jahr zu Jahr annehmen können, was uns durch Ersatz der teuren und unzuverlässigen Handarbeit durch maschinelle Einrichtungen gelungen wäre. Statt der 1920 zu erwarten gewesenen 220Mill. t Steinkohlen müssen wir verschiedene Abstriche für verminderte Arbeitsleistung, für Verluste an Kohlenvorkommen und abzuliefernde Kohlenmengen vornehmen, so daß, falls auch Oberschlesien fortfallen sollte, etwa nur 85 Mill. t dem restlichen Deutschland verbleiben. Zieht man den Verbrauch der für uns verlorenen Gebiete einschließlich Oberschlesiens ab, so dürften wir immerhin mit einem erheblichen Ausfall an Kohlen, etwa einem Drittel, zu rechnen haben. Zur Deckung dieses Drittels gibt es nur zwei Möglichkeiten: Vermehrte Förderung und geistige Arbeit. Das erste Mittel dürfte trotz guten Zuredens auf die Dauer versagen, und eine Vermehrung der Belegschaften bedingt erst eine Vermehrung der Wohnstätten und diese wiederum die Beschaffung von Baustoffen, zu deren Herstellung immer wieder die Kohle fehlt ..."

  • Die Brennstoffe
  • Umwandlungs- und Veredlungsverfahren
  • Verbrennung der Brennstoffe
  • Feuerungseinrichtungen
  • Kritik der Feuerungstechnik
  • Städtewirtschaft
  • Energiewirtschaft

Erhaltungszustand

noch guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einbandecken gering abgenutzt - Leinen an Rückenober- und -unterkante teils minimal eingerissen - Rücken mit 2 Farbmarkierungen - Titel mit Stempel und Nummer - Papier teils etwas altersgebräunt - Klammerrost - Doppelseite 279/82 lose, aber alles vollständig, lose Seiten am rechten Rand mit kleinen Blessuren - Seiten teils leicht eselsohrig - etwas verstaubt