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Die Erfahrungsheillehre von Johann Gottfried Rademacher - Auswahl

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Quellenschriften zur Neuen Deutschen Heilkunde
herausgegeben im Auftrag der Wissenschaftlichen Gesellschaft für naturgemäße Lebens- und Heilweise e. V. von Prof. Dr. Martin Vogel, Prof. Dr. E. G. Schenk, Dr. med. Rudolf Tischner u. a.

Band 1
Die Erfahrungsheillehre von Johann Gottfried Rademacher

Auswahl, bearbeitet und erläutert von Dr. med. Johannes Bergmann

"Krankheits- und Heillehren von Alexander von Tralles bis Rademacher

Die alte Medizin ging in ihren Krankheits- und Heillehren aus von der Ganzheitsidee des menschlichen Körpers. Wohl unterschied man die vier Kardinalsäfte des Körpers Blut, Schleim, gelbe und schmarze Galle, sah aber das Wesen der Krankheiten weniger in qualitativen Aenderungen einer dieser Flüssigkeiten als in einer fehlerhaften Mischung der Säfte, die man arzneilich durch austrocknende und anfeuchtende, kühlende und erhitzende Medikamente auszugleichen bemüht war. In gleichem Sinne dienten einer indirekten Heilung eine bis in alle Einzelheiten der Ausmahl und Zubereitung der Nahrungsmittel vorgeschriebene Diät, abgestufte sportliche Betätigung, feuchte Wickel, Uebergießungen, Einläufe, Brech- und Abführmittel, trockene und blutige Schröpfköpfe und Aderlässe. Ueberwiegend auf diesen Grundsätzen beruhte die ärztliche Tätigkeit bis etwa zur Mitte des vorigen Jahrhunderts. Daneben gab es eine zahlenmäßig kleine Gruppe von Aerzten, die ihre sehr erfolgreiche Tätigkeit auf völlig andersartige Gedankengänge und Heilmethoden aufbauten, meist einen ungeheuren Zulauf von Kranken hatten und dafür Verleumdung und Verfolgung durch die übrige Aerzteschaft auf sich nehmen mußten.

Der Schöpfer dieser Heillehre war Alexander von Tralles. Im 6. Jahrh. n. Chr. in Tralles in Lydien als jüngster Sohn eines Arztes geboren, vertiefte und erweiterte er nach dem Abschluß seiner Studien sein medizinisches und botanisches Wissen in nahezu allen Gebieten des römischen Weltreichs unter steter Fühlung mit den Werken von Hippokrates und Galen. Doch in gleicher Weise, wie sein ältester Bruder Anthemius als Architekt die alten Formen umwandelte und bei dem Neubau der Hagia Sophia in Konstantinopel den byzantinischen Baustil schuf, wurde in den Händen Alexanders aus den Lehren von Hippokrates und Galen etwas vollkommen Neues, die Solidarpathologie. Ob er sich der Tragweite dieser neuen Schau nicht völlig bewußt wurde oder in der Abgeklärtheit des hohen Alters, in der er sein Werk niederschrieb ..." 

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Umschlag etwas abgenutzt - Deckel unten und Rückseite oben eselsohrig - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - Papier teils etwas vergilbt - Bezugspapier des Rückens an dessen Ober- und -Unterkante mit kleinen Fehlstellen