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Die Asynchronmaschine

  • Verlag: Springer, Berlin, Göttingen, Heidelberg
  • Autor:
  • Erstausgabe 1952
  • 407 Seiten mit 227 Bildern und 6 durchgerechneten Beispielen
  • Bindung / Material: Leinen
  • Sprache: de
185,00 Euro inkl. 7 % USt., zzgl. Versandkosten
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Ihre Theorie und Berechnung unter besonderer Berücksichtigung der Keilstab- und Doppelkäfigläufer

"Die Asynchronmaschine ist die am stärksten verbreitete elektrische Maschine. Trotz ihres sehr einfachen Aufbaus bietet sie der Kunst des Ingenieurs die Gelegenheit zu mancher spezieller Auslegung, wobei vornehmlich der Läufer die typischen Eigenschaften der Maschine bestimmt.

Bei der theoretischen Behandlung und bei der praktischen Auslegung liegen zwei Aufgaben vor : erstens die Bestimmung der Eigenschaften einer in allen Abmessungen vorgelegten Maschine und zweitens die Ermittlung gerade dieser Abmessungen bei vorgeschriebenen Eigenschaften.

Gründe der Wirtschaftlichkeit bestimmen im allgemeinen die Güte der technischen Daten bei Nennlast und voller Drehzahl, besondere Fragen der Antriebstechnik schreiben die Höhe des Drehmomentes beim Anlauf und während des Hochlaufs vor und die Rücksicht auf die Anschlußbedingungen verlangt durchweg einen relativ kleinen Kurzschlussstrom.

Der Motor mit stromverdrängungsfreiem Läufer wird in vorliegendem Buch in der Theorie und im Hinblick auf die praktische Bemessung zuerst behandelt. Unmittelbar die gewonnenen Ergebnisse benutzend, werden die spezielleren Maschinen mit Keilstab- und mit Doppelkäfigen besprochen. Auf verschiedenen Wegen wird der Einfluss der Keilform untersucht, woraus endgültig die Überlegenheit des eigentlichen Keilstabes vor dem rechteckigen Stab folgt. Das Verhalten des Doppelkäfigmotors wird bei tatsächlichen oder nur gedachten Veränderungen seiner Wirk- und Blindwiderstände studiert, wobei sich vorteilhafte Erkenntnisse für seine Auslegung und gleichzeitig für seine endgültige praktische Berechnung ergeben.

Die rechnerische und die graphische Behandlung bedient sich in beiden Fällen einer Reihe neuerer Methoden, die ihre praktische Bewährung beweisen konnten.

Die Ersatzbilder und die Ortskurven für die Impedanzen und die Ströme nehmen einen ihrer großen Bedeutung angemessenen Raum ein. Die Ersatzbilder der sektorförmig, rechteckig und keilförmig gestalteten Hochstäbe, die den Quotienten höherer Funktionen entsprechen, dienen dazu, die Wirkungsweise solcher Stäbe in guter Annäherung anschaulich werden zu lassen und vor allem die rechnerische Behandlung zu erleichtern. Sie erlauben überdies, die Abgrenzung zwischen den Doppelstäben und den billigeren Keilstäben zu vollziehen.

Während die Ortskurven der Keilstabanker transzendente Kurven sind, sind die entsprechenden Kurven beim Doppelkäfiganker die bekannten Kurven dritter und vierter Ordnung, für deren Konstruktion bequeme und vor allem auch anschauliche Wege geboten werden. Durch Umkehrung der Gedankengänge wird geklärt, wie man zu den Abmessungen und der Widerstandsaufteilung bei Doppelkäfigen kommt, wenn man die Ortskurve des Motors und nur diese kennt.

Die Besonderheiten des Ständers werden bei den polumschaltbaren Maschinen mit den theoretisch einwandfreien und praktisch bewährten Wicklungen nach DAHLANDER, KREBS und MANDI behandelt.

Der theoretisch interessante Einphasenmotor wird aus dem vergleichbaren Drehstrommotor entwickelt. Seine Ortskurven werden unmittelbar aus dem Kreisdiagramm bei Drehstromspeisung gewonnen.

Bei allen Gattungen wird der Streuung jene Aufmerksamkeit gewidmet, die ihr bei den heute bevorzugten Maschinen mit Kurzschlußläufer zukommt. Besonders wird der Einfluß der Sehnung und der Zonenbreite auf die Nutenstreuung und vor allem auf die doppeltverkettete Streuung berücksichtigt. Letzterer dienen besonders eingehende Untersuchungen.

Alle Streufaktoren der doppeltverketteten Streuung und alle Korrekturwerte der Nutenstreuung sind für sämtliche behandelten Maschinen in Kurven und Tabellen mitgeteilt, ebenso die Wicklungsfaktoren für die Grundwelle.

Die angegebenen technischen Daten und Abmessungen gelten für moderne, hoch ausgenützte Maschinen innerhalb des ganzen vorkommenden Leistungs- und Drehzahlbereichs. Sie entstammen der Praxis und sollen ihr wieder dienen.

Als Beispiele vollständiger Berechnungen, wie sie bei guten Herstellern tatsächlich durchgeführt werden sollten, wurden typische Vertreter ausgewählt.

Die Gleichungen sind, den unmittelbaren Bedürfnissen des Ingenieurs Rechnung tragend, als Zahlenwertgleichungen geschrieben. Rückverweisungen wurden durchweg vermieden, um die unabhängige Lesbarkeit der einzelnen Abschnitte zu erleichtern.

Auf zwei vorzügliche Werke mag verwiesen werden: RICHTER, Die elektrischen Maschinen Bd. IV, in dem sich ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis befindet, und PUNGA und RAYDT, Drehstrommotoren mit Doppelkäfiganker usw., die beide der Asynchronmaschine gewidmet sind.

Das vorliegende Buch wendet sich an den Studenten der Elektrotechnik und an den theoretisch oder praktisch tätigen Ingenieur, für den es, wie ich hoffe, eine brauchbare Hilfe bei seiner kunstvollen, oft stillen Tätigkeit sein wird. Der Student dürfte Unterstützung bei seinen eigenen Entwürfen finden."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Papier teils etwas vergilbt, aber Seiten sauber und ordentlich