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Der menschliche Harn als Heilmittel

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Geschichte / Grundlagen / Entwicklung / Praxis

"Die Verwendung körpereigener Stoffe zu Heilzwecken wird schon lange von den Ärzten gepflegt. Wahrscheinlich war es das Vertrauen auf die natürlichen Heilkräfte des Körpers, das den Anstoß zu dieser Behandlungsart gab. Paracelsus faßte diesen Glauben in dem schönen Ausdruck ,,innere Arznei“ zusammen. Das über 2000 Jahre alte ärztliche Rezept ,,eigener Harn" enthält sicher einen Teil dieser inneren Arznei und ist damit logisch zu begründen. Die Forschung der letzten Zeit hat noch weitere Gründe aufgedeckt, die den Harn als Heilmittel rechtfertigen. Bier stellte fest, daß Zerfallprodukte des Körpers als Reiz zur Normalisierung wirken. Außerdem ist bekannt, daß saure Stoffwechselprodukte eine regulationsfördernde Wirkung entfalten, vorwiegend durch Erweiterung der Kapillaren; beide sind im Harn reichlich vorhanden. Das Simileprinzip der Homöopathen und die Anschauungen der Isopathie sind mit der Harnanwendung ebenfalls zu vereinigen.

Trotzdem schreckt ein Teil der Ärzte vor der Anwendung des Harnes zurück, indem sich ihr ,,Gefühl“ dagegen sträubt, ,,ein Ausscheidungsprodukt voller Schlacken und giftiger Stoffe zu verwenden". Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Harnanalysen müßten eigentlich in der Lage sein, diesen Hemmungsumstand zu überwinden, denn der Überschuß fast aller lebensnotwendigen, im Blute gelösten Stoffe ist im Urin enthalten. Zur Erreichung eines ihr wichtigen Zieles setzt die Natur ja überall ein Zuviel an. Von dem Gehalt an überschüssigen Hormonen, Vitaminen, Fermenten usw. des menschlichen Harnes wird sehr selten gesprochen. Demzufolge werden auch seine Heilwirkungen nur wenig erwähnt und nicht ausgenützt.

Die Grenzen der Harnanwendung sind noch nicht annähernd genau abgesteckt. Bis ungefähr vor 20 Jahren wurde sie fast ausschließlich nur noch in der Volksmedizin gepflegt. Erst in letzter Zeit ..."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Seiten überwiegend sauber und ordentlich - Papier teils etwas vergilbt - gelegentlich etwas mit Bleistift an- oder unterstrichen, auf den letzten beiden Seiten auch mit Kuli, sowie 6 Zeilen Notizen mit Kuli auf der letzten Textseite - Schutzumschlag gering defekt