Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Die langobardischen Goldblattkreuze aus der Zone südwärts der Alpen

weitere Bilder:
35,00 Euro inkl. 7 % USt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 5-7 Tage*
  1. Die Grundlagen für unsere Kenntnis der langobardischen Goldblattkreuze
    1. Geschichte ihrer Erforschung seit P. Orsi
    2. Geographische Verteilung und Zugehörigkeit zur langobardischen Kultur
    3. Verwendung, Sinn und Bedeutung der Goldblattkreuze
  2. Die Ordnung der Fundstücke nach Typen und technischen Merkmalen
    1. Die Hauptgruppen und ihre Untergliederung
    2. Versuch einer Lokalisierung einzelner Werkstätten
    3. Bemerkungen zur Geschichte einzelner Bildtypen und ihrer Bedeutung
  3. Die Zeitstellung der langobardischen Goldblattkreuze
    1. Fest datierte Stücke
    2. Durch Fundverbindungen und Stilvergleich datierbare Stücke
    3. Versuch einer Gruppenbildung
  4. Schluß: Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte der völkerwanderungszeitlichen Kunst in Italien
  5. Anhang:
    1. Katalog der langobardischen Goldblattkreuze aus der Zone südwärts der Alpen
    2. Übersichtstafeln zur Zeitstellung der datierbaren modelverzierten Goldblattkreuze aus Italien
  6. Tafeln

"Die vorliegende Arbeit versucht für das Teilgebiet einer eng umgrenzten Gattung germanischer Kunstdenkmäler eine Lücke zu schließen, die sich schon seit mehr als einem halben Jahrhundert auf dem gesamten Gebiet der völkerwanderungszeitlichen Kunst Italiens außerordentlich stark bemerkbar macht. Wenn Paolo Orsi im Jahre 1887 feststellen mußte, daß in Italien bis auf seine Zeit ein Zweig der Geschichtswissenschaft, der als die "Archäologie des frühen Mittelalters" bezeichnet werden könnte, völlig fehle, so gilt diese Feststellung auch heute noch in vollem Umfange, ungeachtet der ausgezeichneten Arbeiten mancher späteren Forscher.

Es fehlt nämlich bereits die Grundlage, eine geschlossene Veröffentlichung der bis heute aus Italien bekannten germanischen Denkmäler der Völkerwanderungszeit. Es gibt ganze Reihengräberfelder, die seit mehr als fünfzig Jahren ausgegraben, aber bis heute der Forschung noch nicht zugänglich gemacht sind. Und es gibt eine Fülle von Einzelstücken, die trotz ungewöhnlicher historischer oder künstlerischer Bedeutung gänzlich unbeachtet geblieben oder nicht genügend erforscht worden sind. Ihre nunmehr geplante Erschließung muß unter diesen Umständen geradezu als eine hervorragend nationale Aufgabe angesehen werden, zumal der germanische Fundstoff in Italien von ganz besonderer Wichtigkeit und wie nichts anderes geeignet ist, die überragende Kulturhöhe der eingewanderten Stämme und ihren entscheidenden Anteil am Aufbau der frühmittelalterlichen Kunst zu erweisen.

Für das hier behandelte Teilgebiet ergaben sich die zu beantwortenden Fragen im wesentlichen aus dem Stoff selbst. Besondere Aufmerksamkeit mußte dem Problem der zeitlichen Einordnung aller hierher gehörigen Fundstücke zuteil werden, da in dieser Hinsicht mit wenigen Ausnahmen bisher nur als feststehend gelten konnte, daß diese Funde der Zeit der langobardischen Herrschaft, also ganz allgemein dem sechsten bis achten Jahrhundert, zuzuweisen sind. Ferner war vor allem die Frage zu klären, welche Bedeutung diesen Fundstücken einst innegewohnt hatte und welcher Sinn mit ihrer Verwendung verbunden war, beides Probleme, für die bisher keine wirklich überzeugende Lösung vorlag. Das Hauptgewicht der gesamten Untersuchung aber war auf die künstlerische und kulturelle Auswertung der vorliegenden Funde zu richten, da nur auf diese Weise den Fehlurteilen wirksam begegnet werden kann, die auch heute noch nirgends so zahlreich und in so grotesken Formen vorliegen, wie auf dem Gebiet der Erforschung dieser mit sehr wenig Berechtigung so genannten "dunklen" Jahrhunderte germanischer Herrschaft in Italien ..."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Seitenschnitt teils gering fleckig - möglicherweise nachgebunden