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Ernst Busch

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Eine Biographie in Texten, Bildern und Dokumenten

"Der Band dokumentiert anhand von Interviews, Gesprächen, Protokollen, bislang unbekannten Selbstzeugnissen und Fotos die Biographie Ernst Buschs.

Gegliedert in sechs Kapitel, vermittelt er ein vielschichtiges Bild der Persönlichkeit des großen Volksschauspielers und Sängers der Revolution.

Das erste Kapitel umfaßt die Zeit von 1900 bis 1927, in die Buschs Lehre als Maschinenschlosser in Kiel, die erste Begegnung mit Schriften von Marx, Freiligrath und Herwegh und sein Wunsch, Schauspieler zu werden, fallen. Von entscheidender Bedeutung für sein Leben sind aber die nachhaltigen Erfahrungen, die er in den Kämpfen der Novemberrevolution von 1918 sammelt.

Das zweite Kapitel reicht von 1927 bis 1933. Busch spielt Theater in Berlin, unter anderem bei Piscator, tritt in Stücken von Brecht, Toller, Mühsam, Kaiser und Wolf auf, singt, am Klavier begleitet von Hanns Eisler, vor Berliner Arbeitern (»Stempellied«, »Seifenlied«), wirkt als Schauspieler in so bedeutenden Filmen wie »Kuhle Wampe«, »Kameradschaft« und »Niemandsland« mit.

Im dritten Kapitel wird Buschs Emigrationszeit von 1933 bis 1945 nachgezeichnet. Er flieht nach Holland und Belgien, reist später in die Sowjetunion, singt Solidaritätslieder (»Einheitsfrontlied«, »Lied der Moorsoldaten«), geht 1937 nach Spanien, gibt Liederbücher mit Arbeiter- und Kampfliedern für die Internationalen Brigaden heraus. Ab 1940 ist er in Frankreich und Nazideutschland (Zuchthaus Brandenburg) eingekerkert.

Im vierten Kapitel wird die Zeit von 1945 bis 1951 behandelt. Busch ist wieder in Berlin. Ihm wird die Lizenz für den Musikverlag »Lied der Zeit« erteilt und er übernimmt dessen Leitung. In den »Matrosen von Cattaro« spielt er den Franz Rasch.

Buschs große Bühnenrollen (1951-1958) werden im fünften Kapitel dargestellt. Er verkörpert den Semjon Lapkin in »Die Mutter«, über den Brecht schreibt: »Soweit ich es übersehen kann, ist Ernst Buschs Wiedergabe des Semjon Lapkin die erste große Darstellung eines klassenbewußten Proletariers auf der deutschen Bühne«, außerdem gibt er in »Mutter Courage und ihre Kinder« den Feldkoch, in »Julius Fučik« die Titelrolle und in »Othello« den Jago. Seine Glanzrollen aber sind der Azdak in »Der kaukasische Kreidekreis« und der Galilei in »Leben des Galilei« am Berliner Ensemble. Eine Wiederbelebung der großen Traditionen proletarisch-revolutionären Theaters ist Langhoffs Inszenierung von Bill-Bjelozerkowskis »Sturm«, in der Busch zum letzten Mal besetzt ist.

Im Mittelpunkt des sechsten Kapitels, welches mit Buschs Tod (1980) endet, steht die Arbeit an der von ihm ins Leben gerufenen »Aurora-Reihe«, einer auf hohem künstlerischem Niveau stehenden Plattenproduktion von Liedern, Balladen und Gedichten aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Band nutzt erstmalig das Material des umfangreichen privaten Busch-Archivs. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, die Kunst des Schauspielers Busch unter anderem durch die Verknüpfung von dramatischem Text mit Bildsequenzen vor Augen zu führen.

Chronik und Diskographie beschließen die Dokumentation über das mit großer Intensität, Ernsthaftigkeit, Entschlossenheit und politischer Bewußtheit »gearbeitete« sinnerfüllte Leben eines außergewöhnlichen Kommunisten, Künstlers und Menschen."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Schutzumschlag gering defekt - noch im Original-Schuber