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Mobilmachung - Militärische Mobilmachungsplanung und -technik in Preussen

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Mobilmachung

Militärische Mobilmachungsplanung und -technik in Preussen und im Deutschen Reich von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg

Nationale Volksarmee - Militärgeschichtliches Institut der Deutschen Demokratischen Republik, Militärhistorische Studien 23, Neue Folge

"Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, die Herausbildung und Perfektionierung der militärischen Mobilmachungsplanung und -technik in Preußen und im Deutschen Reich seit dieser Zeit, d.h. von den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges, darzustellen. Der Zeitraum für die Untersuchung wurde bewußt auf fast 100 Jahre ausgedehnt, um die Kontinuität in Charakter und Methodik von Kriegsplanung und Kriegsvorbereitung des preußisch-deutschen Militarismus nachzuweisen und damit einen noch weitgehend unerforschten Teil jenes Prozesses zu analysieren, in dem seine Kriege entstanden.

Ausgehend von der Definition der sozialistischen Militärwissenschaft, daß die Mobilmachung die Umstellung des Landes auf die Erfordernisse des Krieges beinhaltet und ihr Kernstück im Übergang der Streitkräfte von der Friedens- auf die Kriegsstärke besteht, konzentrierte sich die Arbeit darauf, die Entwicklung der theoretischen Ansichten und der praktischen Maßnahmen der preußisch-deutschen Militärs in bezug auf die Mobilmachung ihrer Streitkräfte darzustellen.

Insbesondere galt es, den engen Zusammenhang zwischen der Aggressions- und Expansionspolitik der herrschenden Ausbeuterklassen und der Entstehung der Mobilmachungspläne und -systeme aufzudecken. Unter diesem Aspekt erfolgte auch die Untersuchung von Organisation, Struktur und Stärke der Streitkräfte. Ein vorrangiges Forschungsanliegen war in diesem Zusammenhang die Herausbildung spezieller militärischer Mobilmachungsorgane sowie die Formung der Wehr- und Leistungsgesetzgebung in Abhängigkeit von der konkreten Mobilmachungsplanung. Dabei machte es sich zugleich erforderlich, der immer stärkeren Einbeziehung ziviler Staatsbehörden in die Vorkehrungen zur Mobilisierung neuzeitlicher Massenheere nachzugehen. Insbesondere galt das für die Eisenbahn-, Post- und Telegraphenverwaltungen in Preußen und im Deutschen Reich.

In dem Maße, wie die Stärke der für den Kriegsfall geplanten Streitkräfte zunahm, wuchs auch die Bedeutung des Zeitfaktors für den Ablauf der Mobilmachung und somit die Rolle einer immer ausgefeilteren Mobilmachungstechnik. Im Zusammenhang damit machte es sich notwendig, sowohl die verschiedenen Verfahren zur kurzfristigen Bereitstellung der personellen und materiellen Reserven als auch die unterschiedlichen Methoden zur Vervielfachung des stehenden Heeres zu analysieren. Das betraf hauptsächlich die Ergänzung aktiver Truppenteile auf die vorgesehene Kriegsstärke, die Aufstellung neuer Regimenter und Divisionen aus Personalstämmen der Friedenstruppe und schließlich die Formierung von nur aus Reservisten bestehenden Truppenteilen. Wesentliche Bedeutung kam dabei dem Prinzip der territorialen Auffüllung der Streitkräfte zu ..."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag gering defekt - Papier etwas altersgebräunt