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Aus österreichischer Kadetten- und Leutnantszeit

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  • Verlag: Alexander Duncker, Berlin
  • Autor:
  • Erstausgabe 1902
  • 386 Seiten
  • Bindung / Material: Leinen
  • Sprache: de

Originalausgabe von 1902, beide Bände gemeinsam in einem Buch - aus der Bibliothek von Landsturmarzt Dr. Boerner (Besitzerstempel)

"Obgleich nach Geburt und Abstammung Norddeutscher, so kam ich doch nach kaum vollendetem sechzehnten Lebensjahr in die k. k. österreichische Armee.

Nächst der väterlichen Entscheidung veranlaßten dies die damaligen politischen Verhältnisse unseres zum »Deutschen Bund« vereinten Vaterlandes.

Sie stellten an jeden jungen Deutschen, der Soldat werden wollte und dem, oder dessen Angehörigen, die Heeresmacht seines Heimatstaates zu klein oder zu kleinlich erschien, um in ihr Berufsbefriedigung erhoffen zu dürfen, die Frage, in welche Armee der damaligen beiden deutschen Großmächte er eintreten solle.

Politische, oft auch religiöse Anschauungen, die in der Familie herrschten, häufig auch nur Beziehungen, Traditionen, Sympathien, die mit Osterreich oder Preußen verbanden, entschieden hierbei.

Mich, der ich im Soldatenstand den schönsten Stand der Welt erblickte, brachten die politischen Ansichten meines Vaters, der Beamter eines thüringischen Fürstentums war, sowie der Umstand, daß Verwandte meiner Mutter in Osterreich dienten, in die k. k. österreichische Armee, damals — den zu Recht bestehenden ,,Bundesmatrikeln« nach — die erste deutsche.

Nachdem ich diesem ausgezeichneten Heere vierzehn Jahre mit Leib und Seele angehört, es aufgehört hatte ein deutsches zu sein und mir es unmöglich geworden war, in ihm mit Berufsfreudigkeit weiter zu dienen, bat ich um meine Entlassung aus demselben und fand Aufnahme in der königlich preußischen Armee, in der noch siebenundzwanzig Jahre meinem Vaterlande zu dienen, mir vergönnt war. —

Nun halte ich — bereits wieder seit Jahren — Feierabend. Hierbei erzählte ich wiederholt Freunden und Bekannten von meinen Erlebnissen und wurde dann öfter aufgefordert, dies oder jenes von dem Erzählten niederzuschreiben, es der Öffentlichkeit zu übergeben.

Lange konnte ich mich hierzu nicht entschließen, eines Tages geschah es aber doch. Regenwetter, lange Winterabende, vor allem aber die ewig dienstfreie Zeit ließen mich einen Versuch wagen.

Der Versuch glückte, wurde günstig kritisiert, sogar mehrfach publiziert.

Demzufolge fand er Nachfolger, die, chronologisch geordnet, meine Jugenderinnerungen: »Aus österreichischer Kadetten- und Leutnantszeit«, ergaben. —

Ich schicke ihnen zwei Erzählungen aus meiner Kindheit voran, um dem Leser mich samt Vaterhaus und Heimat — soweit dies angängig — vorzustellen. —

Nicht Bausteine zu geschichtlichen Werken, noch beabsichtigte Illustrationen zu verflossenen Zeiten sollen diese zu Papier gekommenen Erinnerungen liefern, sondern lediglich Selbsterlebtes schildern.

Einfach und wahrheitsgetreu erzählen sollen sie, wie dies ein von Kreuz- und Querzügen heimgekehrter Invalide im Kreis der Seinen, oder am Stammtisch alter und junger Freunde zu thun vermag. Möchten sie in diesem Sinne aufgenommen werden."

  • Lola
  • Als die Hirschburger kamen
  • Aus meiner Rekrutenzeit
  • Von Prag nach Verona
  • Mein Offiziersexamen
  • Meine Feuertaufe
  • Vierundzwanzig Stunden Venedig
  • Vincenzio Gradelli Conte d’Astalonga
  • Eine Kavallerie-Konzentrierung
  • Eine Fahrt ins Ungarland
  • Acht Monate in deutscher Bundesfestung
  • Mein Königgrätz

Erhaltungszustand

guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren: Einband etwas verschmutzt und gering beschabt - Seitenschnitt original nur oben, deshalb Seitenränder unten und rechts ungleichmäßig, unordentlich und teils mit kleinen Blessuren - Seitenschnitt etwas stockfleckig - Seiten überwiegend sauber und ordentlich, selten geringfügig fleckig