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ABC des Chemielaborwerkers

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"Bis vor wenigen Jahren galt der größte Teil der in der Chemischen Industrie Beschäftigten als »ungelernte Arbeiter«. Selbst in den Laboratorien war es so, daß viele der dort Arbeitenden keine Ausbildung genossen hatten, sondern nur für irgend eine ganz besondere Tätigkeit herangebildet waren. Sie verrichteten ihre Arbeit, ohne oftmals den Sinn ihrer Tätigkeit erfaßt zu haben. In den letzten Jahren ist darin ein Wandel eingetreten. Man hat erkannt, daß die großen Aufgaben, die gerade die Chemie in Deutschland zu erfüllen hat, nur zu bewältigen sind, wenn alle Kräfte restlos eingesetzt werden — insbesondere die geistigen Kräfte, die in unserm Volke einen unschätzbaren Wert darstellen.

Außerdem war es auch nur recht und billig, daß die vielen Tausende, die in der Chemischen Industrie Milliardenwerte erzeugen helfen, nicht weiter als »ungelernte Arbeiter« galten, während Angehörige anderer Berufe, die weniger wichtig sind, schon längst sich mit Stolz als »gelernte Handwerker« bezeichnen.

Die Chemische Industrie hat nun auch im »Chemielaborwerker« und im »Chemiebetriebswerker« ihre vollwertig ausgebildeten Arbeitskräfte zuerteilt bekommen. Damit ist also der Beruf des »Chemie-Handwerkers« (wenn man so sagen darf !) geschaffen worden; für die Ausbildung der Lehrlinge dieses Berufes sind allgemeine Richtlinien erlassen worden.

Verfasser dieses Buches hat in der Industrie viele Laboranten ausgebildet. Dabei hat sich bisher der Mangel eines geeigneten Lehrbuches fühlbar gemacht. Und zwar eines Buches, das nicht nur als Lehrbuch eine Einführung in die wichtigsten Tatsachen der Chemie bietet — solche Bücher gibt es genug! — sondern das auch dem jungen Laborwerker Arbeitsanweisungen gibt, wie sie in der Praxis in weitestem Rahmen überall anwendbar sind.

Ein solches Handbuch soll das vorliegende Werk darstellen. Zunächst ist in einer allgemeinen Einleitung das Wichtigste über theoretische Fragen der Chemie gesagt. Der Hauptteil ist alphabetisch abgefaßt. Das mag für ein Lehrbuch befremdlich sein. Aber Verfasser hat in der Praxis die Erfahrung gemacht, daß die Ausbildung der Laborwerker in den einzelnen Betrieben je nach der Art des Betriebes so verschieden vor sich geht, daß ein fester Lehrplan doch nicht anwendbar ist. Die ABC-Einteilung gestattet es nun, ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen das herauszugreifen, was gerade wichtig ist.

Für alle Laboratorien würde wohl zuerst der Abschnitt »Geräte und Arbeitsweisen« in Betracht kommen. Dann aber können nach Belieben Wasseruntersuchungen, oder Untersuchungen von Brennstoffen oder qualitative Analysen oder einfache Titrationen ausgeführt werden, ohne daß das Verständnis durch überspringen einzelner Abschnitte leidet. Und der Lehrling selbst, der vielleicht gerade eine Eisentitration ausführt, mag unter »Eisen« nachlesen, wie dieses so wichtige Metall gewonnen wird. Und endlich sind die Arbeitsvorschriften so gehalten, daß ein ausgebildeter Laborwerker, der die eine oder andere Arbeit seit Jahren nicht mehr verrichtet hat, an Hand des Buches ohne weiteres imstande sein soll, sie ausführen zu können."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren Einbandecken gering abgenutzt - innen im Deckel eingeklebte Widmung der Böhme Fettchemie GmbH - Seiten sauber und ordentlich - Papier teils etwas vergilbt