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Heinrich Friedrich Brehmer, der Meister der Porträtmedaille

weitere Bilder:
  • Verlag: August Lax, Hildesheim & Leipzig
  • Autor:
  • Erstausgabe 1927
  • 52 Seiten Text mit 33 Bildern und 34 kartonierte Bildtafeln mit weitern 74 Bildern
  • Format / Größe: ca. 25 x 32 cm
  • Bindung / Material: Leinen
  • Sprache: de
275,00 Euro inkl. 7 % USt., zzgl. Versandkosten
Lieferzeit: 5-7 Tage*

Heinrich Friedrich Brehmer

der Meister der deutschen Porträtmedaille des 19. Jahrhunderts

  • Vorwort
  • Brehmers Leben
  • Die Kunst und Technik der alten Guß- und Prägemedaille im Vergleich zu der modernen Kunstmedaille
  • Die Stellung Brehmers unter den Münzmedailleuren seiner Zeit
  • Die Werke des Künstlers und die Entwicklung seines Kunstschaffens
  • Verzeichnis der abgebildeten und nicht abgebildeten Werke Brehmers

"Um die Mitte des Monats Oktober 1925 wurde mir von der Direktion des Provinzial-Museums zu Hannover der Auftrag, eine Gedächtnisausstellung von Werken des letzten Königlich-Hannoverschen Münzmedailleurs Heinrich Friedrich Brehmer zu seinem 100. Geburtstage am 25. November des genannten Jahres vorzubereiten.

Schon bei der oberflächlichen Sichtung des umfangreichen Materials tauchte bei mir der Gedanke auf, den gesamten künstlerischen Nachlaß Brehmers für eine Veröffentlichung zu verwerten. Gelegentlich der Ausstellung erweckten die Brehmerschen Arbeiten in kunsthistorischen Kreisen Hannovers lebhaftes Interesse, und ich erhielt von allen Seiten immer wieder die Anregung, die Schöpfungen des vergessenen Meisters in einem Sammelwerke zusammenzufassen. So wurde ich denn in meinem Vorhaben täglich bestärkt und fing an, eine Aufteilung der Werke vorzunehmen. Allein zu einer Veröffentlichung, wobei besonders die vielen Abbildungen eine große Rolle spielen, die die Drucklegung nicht unwesentlich verteuern, gehört Geld. Durch die Bewilligung einer Beihilfe seitens der hannoverschen Provinzialverwaltung und die Vorausbestellung einer größeren Anzahl von Exemplaren des Werkes durch den Magistrat der Stadt Hannover wurde es mir endlich ermöglicht, mit dem Verlag August Lax in Hildesheim die Drucklegung des Buches zu vereinbaren.

Wenn ich nun hiermit der Öffentlichkeit diese Blätter übergebe, die uns ein Lebensbild des Künstlers entrollen und uns einen Überblick über seine zahlreichen Werke verschaffen sollen, dann möchte ich an erster Stelle der hannoverschen Provinzialverwaltung und dem hannoverschen Magistrate für die bereitwillige Unterstützung danken, die mit ihren Beihilfen das Gelingen der Veröffentlichung sicherten.

In gleicher Weise gebührt mein Dank der Preußischen Staatsmünze in Berlin, dem Staatsarchiv Hannover und dem Vorstande des Vereins für die öffentliche Kunstsammlung hierselbst. Sie haben mir alle in entgegenkommender Weise durch Herleihung von Archivalien einen großen Dienst erwiesen. Nicht zuletzt bin ich der Direktion des Provinzial-Museums und Herrn Kaufmann Richard Hamann hierselbst zu lebhaftem Danke verpflichtet. Das Provinzial-Museum hat mir die sämtlichen Arbeiten Brehmers zur Reproduktion überlassen und Herr Richard Hamann hatte die Freundlichkeit, mir von einer noch lebenden Zeitgenossin Brehmers Briefe, Bilder und sonstige Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Herr Wilhelm Redemann vom Provinzial-Museum hat in dankenswerter Weise die photographischen Aufnahmen zu den Tafeln und Textabbildungen besorgt, und dem Verlage August Lax sage ich herzlichen Dank für die mustergültige Ausstattung des Buches.

In erster Linie handelt es sich bei dieser Veröffentlichung um ein Werk heimatlicher Medaillenkunst. Durch Heranziehung von Arbeiten mit Brehmer gleichzeitig lebender deutscher Künstler dürfte es aber auch für solche Freunde der Schaumünze, die mit den hannoverschen Verhältnissen weniger vertraut sind, ebenfalls Interesse haben, zumal durch den Vergleich der Techniken in alter und neuer Zeit allgemeine Fragen zur Erörterung stehen. Endlich aber ist es mein lebhafter Wunsch, daß diese Zeilen dazu beitragen, die vertiefte Stempelschneidekunst, die in der alten Prägemedaille verankert liegt, aufs neue zu beleben. Möge die deutsche Schaumünze wieder eine ureigene Schöpfung der deutschen Stempelschneider werden, die ohne Zutun der seelenlosen Maschine ,,in selbstloser Hingebung" für ihre Kunst schaffen, damit die Technik der Altmedailleure wieder zu Ehren kommt, die sich ja auch auf die künstlerische Formengebung der neuen Zeit unbedenklich übertragen läßt. Die Klischees zu den Textabbildungen sind von der Kunstanstalt Hermann Friederichs in Hannover besorgt, während die Lichtdrucktafeln von der Hofkunstanstalt Martin Rommel & Co. in Stuttgart stammen."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einbandecken und Rückenunterkante gering abgenutzt und Leinen teils etwas durchgewetzt - Rückenoberkante in beiden Gelenken je 2 cm eingerissen und Leinen vom Rücken gelöst - kleiner Stempel auf der Widmungsseite - Seiten sauber und ordentlich