Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

Brenn-Vorschrift für den Ofenbetrieb

Dieser Artikel ist derzeit nicht lieferbar. Stöbern Sie einfach mal in unserem Buch-Angebot.
weitere Bilder:
  • Verlag: Selbstverlag
  • 23 Seiten Text + 4 Farbbildtafeln
  • Bindung / Material: Halbleinen
  • Sprache: de
  • Jahr: 1929

herausgegeben von der Fa. August Dannenberg, Görlitz

"Vorwort und Erklärung.

Der normale Betrieb kontinuierlich arbeitender Brennöfen (als ,,Kammeröfen«), die aus mehreren einzelnen, aber durch Kanäle mit einander verbundenen Brennkammern oder aus Ringöfen mit einem in sich zurücklaufenden Brenn-Kanal von im Zickzack gehender, schlangenartiger, kreisrunder oder Parallel-Form bestehen, zerfällt in zwei Haupt-Abschnitte, deren erster die Inbetriebsetzung, der zweite den eigentlichen Brennbetrieb betrifft.

Für beide Abschnitte gelten beim normalen Verlauf ziemlich bestimmte Regeln, die ich im Nachstehenden aufgestellt und durch lokale Bestimmungen ergänzt und Ihrem Betriebe angepaßt, wie durch beigegebene Zeichnungen und eine verstellbare Tabelle erläutert habe. Diese Aufstellungen sind beim Betriebe des Ofens als Richtschnur zu betrachten und so lange als durch eigene Erfahrungen keine besseren (durch die Örtlichkeit bedingte) Betriebsmaßregeln festgestellt sind, genau zu befolgen.

Um nun nachstehende Vorschrift kurz und ohne entbehrliche Wiederholungen, doch allgemein verständlich abzufassen, werde ich die einzelnen Kammern (auch Abteilungen genannt) nur durch K. und mit laufenden Nummern bezeichnen. Diese Numerierung muß auch an Ihrem Ofen, und zwar an einem Kopfende beginnend, der Feuerrichtung nach erfolgen, wie Fig. 1 auf Blatt 1 zeigt.

Die verschiedenen, durch Zeichnungen erklärten Vorrichtungen und Einsatzverfahren der Brenn-Objekte werden durch Nennung der Figur wie Buchstaben und Zahlen bezeichnet.

Die Inbetriebsetzung.

Bevor nun ein neuer oder bereits im Betriebe gewesener Kammer- oder Ringofen mit Brenn-Objekten besetzt und angefeuert wird, sind sämtliche Betriebsanlagen desselben gründlich zu untersuchen, ob sich dieselben im besten betriebsfähigen Zustande befinden.

Besonders sind die Kanäle für Rauch- und Schmauchluft, wie für etwaige Gasfeuerung, von angesammeltem Bauschutt, Sand, Ruß und Asche zu reinigen und alle in diesen Kanälen befindlichen Ventile und Verschlußdeckel sorgfältig zu untersuchen, ob selbige noch ganz sind und beim Niedersenken in die Sandnuten der horizontal einzumauernden Bauchringe einpassen. Letztere sind mit scharfkörnigem, nicht tonigen oder kleberigen Sand zu füllen, wie zerstörte und schlechtbefestigte Ventile und Rauchringe in Ordnung zu bringen. Die Füllung der Sandnuten ist während des Betriebes öfters nachzusehen und nötigenfalls zu erneuern.

Undichte Rauchfüchse müssen sorgfältig mit magerem Mörtel gedichtet und die unter der Ofensohle gelegenen Kanäle untersucht werden, ob selbige trocken liegen, denn bei Ringöfen mit unteren Kanälen wurde wiederholt gefunden, daß dieselben zum Teil mit Wasser gefüllt waren ..."

  • Der normale Brennbetrieb
  • Die Zugregulierung des Feuers
  • Das Einsetzen der Ziegelwaren
  • Das Einsetzen der Dachdeckmaterialien
  • Das Verschmauchen der Ziegelwaren
  • Allgemeine zu beachtende Regeln

Erhaltungszustand

mittlerer Zustand, einige Gebrauchs- und Alterungsspuren - Einband beschabt und verschmutzt - Einbandecken und -kanten teils mehr (untere Ecken) oder weniger abgenutzt - Seiten zwar überwiegend sauber und ordentlich, aber auch immer wieder mehr oder weniger schmutzfingrig - 5-6 Anstriche mit Kopierstift - die im Text erwähnte verstellbare Tabelle fehlt, so denn sie zur Ausstattung des Buches gehörte