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Katalog der Wasserzeichen in Bachs Originalhandschriften

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Johann Sebastian Bach, Neue Ausgabe sämtlicher Werke, Serie IX: Addenda, Band 1

2 Bände im Schuber

Gemeinschaftsausgabe mit Bärenreiter-Verlag, Kassel

  • Abkürzungen
  • Einleitung 1954: Papier und Wasserzeichen der Notenhandschriften Johann Sebastian Bachs
  • Zur Druckfassung
  • Systematische Übersicht
  • Katalog der Wasserzeichen in Bachs Originalhandschriften
    • Sicher erkennbare Wasserzeichen
    • Verzeichnis der undeutlichen Wasserzeichen
    • Verzeichnis der Notenhandschriften ohne Wasserzeichen
  • Anhang
    • Zitierte Literatur
    • Alphabetisches Verzeichnis der Wasserzeichen
    • Verzeichnis der Werke Bachs nach BWV-Nummern und der fremden Kompositionen aus Bachs Notenbibliothek
    • Alphabetisches Verzeichnis der Vokalwerke
    • Verzeichnis der Handschriften
    • Verzeichnis der Papiermacher
    • Verzeichnis der Papiermühlen
    • Nachträge

Die Bedeutung der Papier- und Wasserzeichenkunde für die musikgeschichtliche Forschung

  1. Papier- und Wasserzeichenkunde als historische Hilfswissenschaft

Die Wasserzeichenkunde ist ein Hauptbestandteil der Papierkunde als historische Disziplin. In neuester Zeit hat sie sich zu einem selbständigen Wissenschafts- und Forschungszweig entwickelt, der auf eine ausgedehnte Vorgeschichte zurückblicken kann. In erster Linie dient die Wasserzeichenkunde als Einzelwissenschaft der Erforschung der Geschichte des Papiers seit den Anfangszeiten der Papiermacherei in Europa (das älteste bis jetzt ermittelte Wasserzeichenpapier datiert von 1282) bis zur Gegenwart. Ohne Wasserzeichenforschung ist kein vollständiges Bild der Entwicklungsgeschichte der Papierwerkstätten, ihrer Eigentümer, Beständer (Pächter), der Entwicklung ihrer Erzeugnisse nach Qualität, Sorten, Formaten zu gewinnen, — kein vollständiges Bild über die technische Einrichtung der Papiermühlen, die Kapazität der Produktion, den Umfang des Papierabsatzes und die Handelswege, nicht zuletzt die vielfältigen, für die Kulturgeschichte bedeutungsvollen Arten des Gebrauchs und der Verwendung des Papiers, das im Laufe der Jahrhunderte zum wichtigsten Mittel unserer materiellen und geistigen Kultur geworden ist.

Wie viele andere Einzelwissenschaften ist die Wasserzeichenkunde aber auch in hervorragendem Maße geeignet, für die historische Forschung der verschiedensten Art nutzbar gemacht zu werden. Wenn man schon aus praktischen Gründen an der herkömmlichen Bezeichnung gewisser Disziplinen als historische Hilfswissenschaften katexochen festhalten will (etwa Paläographie, Sphragistik, Genealogie, Heraldik, Numismatik), dann ist die Papier- und Wasserzeichenkunde jedenfalls zu den unentbehrlichen Sonderdisziplinen historischer Forschungsarbeit zu zählen. Im übrigen gibt es aber wohl kaum ein Wissensgebiet, das der geschichtlichen Forschung nicht als Hilfe dienen würde, wie andererseits fast jede Einzelwissenschaft sich alle anderen gelegentlich dienstbar macht.

Die an sich noch junge Disziplin der Wasserzeichenkunde hat in den modernen Lehrbüchern der Geschichtswissenschaft und der Handschriftenkunde, wenn sie in diesen naturgemäß auch noch nicht ausführlich behandelt werden kann, immerhin den ersten Niederschlag gefunden. So schreibt z. B. Heinrich Otto Meißner in seiner Urkunden- und Aktenlehre der Neuzeit bei Behandlung der äußeren Merkmale des Archivgutes und insbesondere des Papiers: »Das Wasserzeichen ermöglichte Rückschlüsse auf den Ursprung des Papiers und damit die Datierung des Schriftstückes«².

Bei Anwendung wissenschaftlicher Forschungsmethoden ist es möglich, die Wasserzeichen zur Zeit- und Herkunftsermittlung von Handschriften, Urkunden, Autographen, aber auch von Wiegendrucken und sonstigen Druckerzeugnissen, von Handzeichnungen und graphischen Blättern heranzuziehen. Mit Hilfe der Wasserzeichen vermag man mitunter Urschrift und Abschrift, Original und Fälschung zu unterscheiden ..."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Bildband mit 2 kleinen Eselsohren