Onlineshop für Liebhaber antiquarischer Bücher

Startseite

ORWO - Geschichte des VEB Filmfabrik Wolfen

Dieser Artikel ist derzeit nicht lieferbar. Stöbern Sie einfach mal in unserem Buch-Angebot.
weitere Bilder:

herausgegeben von der Betriebsparteiorganisation der SED des VEB Filmfabrik Wolfen

"Die Filmfabrik Wolfen kann nunmehr auf eine sechzigjährige Geschichte seit ihrer Gründung im Jahre 1909 zurückblicken. Diese 60 Jahre widerspiegeln beispielhaft deutlich den Kampf der Arbeiterklasse und die Entwicklung der Nation in diesen welthistorisch entscheidenden Jahrzehnten, die in der Vollendung des Sozialismus in der DDR einen Gipfelpunkt erreichen. Der Zäsur folgend, die das Jahr 1945 in der deutschen Geschichte bedeutet, gliedert sich die Betriebsgeschichte in zwei Teile. Teil I führt von den Anfängen bis zur Niederlage des deutschen Imperialismus, Teil II setzt mit der Befreiung Wolfens und der Filmfabrik im April 1945 ein. Die Darstellung schließt mit den Auswirkungen des VI. Parteitages der SED in den Jahren 1963 bis 1966 ab. 

Die Verfasser waren bemüht, die dialektischen Zusammenhänge zwischen der Geschichte der Nation, der Arbeiterbewegung, den örtlichen Ereignissen und der Betriebsgeschichte zu erforschen und darzustellen. Sie stützten sich in den Grundfragen auf die Forschungsergebnisse der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaft der DDR, wie sie im Geschichtswerk "Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung" ihren Niederschlag fanden. Sie strebten weiterhin eine möglichst komplexe Darstellung der Betriebsgeschichte an, sowohl unter dem Aspekt der politischen, der sozialen als auch der ökonomischen und der wissenschaftlich-technischen Seite der Entwicklung.

Im Mittelpunkt der Darstellung steht der arbeitende Mensch der Filmfabrik. Im ersten Teil ist es der unterdrückte und ausgebeutete Mensch, der sich erst allmählich seiner Kraft im einheitlichen und geschlossenen Handeln bewußt wird, dann aufrecht und organisiert kämpft, Siege und Niederlagen erleidet, Erfahrungen und Lehren gewinnt, bis er, seiner stärksten Kraft, der Einheit, beraubt wird, betrogen, betäubt oder niedergeschlagen, nicht mehr fähig, seine humanste Aufgabe zu lösen, den Imperialismus und Militarismus zu stürzen und die Arbeiter-und-Bauern-Macht zu errichten, damit der von ihm geschaffene Reichtum der Gesellschaft und das Leben im Frieden erhalten bleibe.

Trotz alledem wird dieser Kampf nicht aufgegeben. Es finden sich auch in der Filmfabrik ungebrochene, mutige Menschen, die, gestützt auf die Stimme und Kraft ihrer revolutionären Partei, den Kampf in der dunkelsten Nacht des Faschismus weiterführen und weder Verleumdung, Verrat noch Verfolgung fürchten. Sie halten voller Siegeszuversicht die traditionelle Freundschaft mit den Völkern der Sowjetunion aufrecht, verbinden sich getreu den Prinzipien des proletarischen Internationalismus mit den antifaschistisch-demokratischen Kräften vieler Nationen und legen den Grundstein für die Herrschaft des Volkes nach der Befreiung. Diese Künder des neuen Deutschlands retten Ehre und Ansehen der deutschen Nation in der Welt. Sie sind es auch, die den großen geistigen und materiellen Potenzen ihres Werkes, die einst zu Weltruf führten, wieder Möglichkeiten und internationale Geltung verschafften.

Die entscheidende Wende wurde durch die Befreiung Deutschlands vom Faschismus vollbracht, die das deutsche Volk in erster Linie der Sowjetarmee verdankt. Der zweite Teil der Betriebsgeschichte schildert den Befreiungsprozeß der Arbeit nach der Eroberung der politischen Herrschaft durch die Arbeiterklasse und die mit ihr verbündeten gesellschaftlichen Schichten. Die Entwicklung der Werktätigen und der Filmfabrik zeugt anschaulich von Schöpferkraft und Heroismus der Arbeiter, Wissenschaftler, Techniker und Angestellten bei der Gestaltung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik. Wie ein roter Faden durchzieht die führende Rolle der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei das Gesamtgeschehen. Die Geschichte der Filmfabrik ist reich an Auseinandersetzungen im Kampf um den Sieg des Neuen, sei es etwa die Einstellung zum sozialistischen Eigentum, die Aktivisten- und Wettbewerbsbewegung, das Ringen um ein kameradschaftliches Bündnis zwischen der Arbeiterklasse und der Intelligenz ..."

Erhaltungszustand

guter bis sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag defekt - Einband an der Unterkante teils leicht verschmutzt