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Studien zum literarischen Patronat im England des 12. Jahrhunderts

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Wissenschaftliche Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Band 23

"Romanische Kathedralen und Burgen, aufblühende Scholastik und Wissenschaft, Versromane und Minnesänger — alles Zeugen einer kulturellen Blütezeit, dem Hochmittelalter.

Muß es nicht merkwürdig anmuten, daß in dieser kulturhistorisch so epochalen Zeit ausgerechnet in England nicht mehr geschaffen worden sein soll, als uns das in englischer Sprache überlieferte Schrifttum in Form von Sprichwortsammlungen und religiösen Erbauungsschriften zeigt?

Die Autoren untersuchen die aus der Überlieferung gegebene Diskrepanz zwischen der geistigen Hochblüte auf dem Kontinent und dem scheinbaren kulturellen Vakuum in England. Es wird deutlich, daß das England des 12. Jahrhunderts vielleicht das bedeutendste kulturelle Zentrum der westlichen Welt war und nur deshalb bisher nicht richtig eingeschätzt worden war, weil man sich an natürliche und sprachliche Grenzen hielt, die aber damals wenig bedeutungsvoll waren. Das England des Hochmittelalters vereinigte in geradezu idealer Form die lateinische Wissenschaft mit der französischen Literatur.

Dieses Werk bewahrt vor einer verhängnisvollen Unterschätzung der Sprache und Kulturgeschichte des englischen Volkes. Die Nationalliteraturen in der Landessprache waren damals erst im Entstehen begriffen, das uns überlieferte englisch verfaßte Schrifttum waren die Anfänge, der tatsächliche Stand des Kultur- und Geisteslebens Englands aber drückte sich in lateinischer und französischer Sprache aus."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren