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Aeneis

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  • Verlag: Edition Leipzig
  • Autor:
  • ca. 390 Seiten mit 136 Holzschnitten der 1502 in Straßburg erschienenen Ausgabe
  • Bindung / Material: Leinen mit Schutzumschlag
  • Sprache: de
  • Jahr: 1984

übersetzt von Johannes Götte
herausgegeben und kommentiert von Manfred Lemmer
ca. A4
noch im Pappschuber

"Nicht einmal dem unvergleichlichen Homer war solch anhaltender Ruhm beschieden wie dem am 15. Oktober des jahres 70 v. u. Z. in dem Dorfe Andes bei Mantua geborenen Bauernsohn Publius Vergilius Maro, der zum römischen Nationaldichter schlechthin geworden ist. Zahlreich sind die Ehrennamen, die die Mit- und Nachwelt für ihn fand. Wiederholt nannte man ihn mit Homer in einem Atemzug, man bezeichnete ihn als «zweiten» oder « römischen Homer», als «ersten Homer der Römer» (Hieronymus), man sprach vom «weisen Vergil», vom «Platon der Dichter» (Septimius Severus), vom «Schöpfer des römischen Nationalepos», ja vom «Vater des Abendlandes».

Seinen Dichterruhm durfte Vergil noch zu Lebzeiten genießen; das Volk Roms erwies ihm, wenn er im Theater war oder seine Verse dort gelesen wurden, eine Ehre, die eigentlich nur dem Kaiser zustand: Es erhob sich von den Plätzen. Bald setzte geradezu eine Vergottung des Dichters ein. Die «sortes Virgilianae» (Schicksalsbefragungen durch Aufschlagen seiner Werke), die bis ins Mittelalter im Schwange waren, sind ein Beispiel dafür, und Martial sprach von den Iden des Oktober, daß man meinen könnte, es handle sich um den Festtag eines überirdischen Wesens.

Hatten die «Bucolica» und «Georgica» Vergil schon berühmt gemacht, so begründete die «Aeneis» seinen Dichterruhm vollends. In diesem Werk mit seiner Vision eines Friedensreiches unter Roms Herrschaft fand das stark entwickelte Nationalgefühl der Römer, das sich seit Naevius bereits in einer Reihe von Dichtungen mit nationalem Stoff niedergeschlagen hatte, seine gültige poetische Form.

Vergils Sprache und Stil beeinflußten Poesie und Prosa der Kaiserzeit nachhaltig. Auch dem christlichen Mittelalter blieb er ein bewunderter Dichter ..."

Erhaltungszustand

sehr guter Zustand, geringe Gebrauchs- und Alterungsspuren - Schutzumschlag gering defekt